#329 Mein Weg der beruflichen Veränderung- mit René Kannegießer
Shownotes
Genau darüber spricht Stephan Wenzel in der neuen Folge von Brandschutz To Go mit René Kannegießer.
René kommt ursprünglich aus der Sicherheitstechnik und wechselte später in die Welt der ERP-Software für Errichter und Dienstleister. Nach mehr als 27 Jahren bei demselben Arbeitgeber hat er Anfang 2026 einen neuen beruflichen Weg eingeschlagen und ist zur Firma Vepos in Nürnberg gewechselt.
Im Gespräch erzählt er offen, warum solche Entscheidungen selten von heute auf morgen entstehen. Oft sind es viele kleine Veränderungen, neue Gedanken und die Frage, ob man die kommenden Jahre wirklich genauso weitermachen möchte.
Besonders spannend: Es geht nicht darum, Sicherheit leichtfertig aufzugeben. Es geht darum, bewusst hinzuschauen, Chancen und Risiken abzuwägen und sich nicht dauerhaft von Gewohnheiten oder Unsicherheiten bremsen zu lassen. 💡
René berichtet außerdem, welche emotionalen Herausforderungen ein Wechsel mit sich bringt, warum persönliche Gespräche für ihn wichtiger waren als klassische Bewerbungen und wie ihm eine einfache Pro-und-Kontra-Liste geholfen hat, Klarheit zu gewinnen.
Eine sehr persönliche Folge über Veränderung, Komfortzonen, berufliche Entwicklung und die Erkenntnis, dass Erfahrung auch in einem neuen Umfeld unglaublich wertvoll bleibt.
Hast du selbst schon einmal über einen beruflichen Wechsel nachgedacht oder diesen Schritt bereits gewagt? Schreib’s in die Kommentare! 👇
Jetzt reinhören in die neue Folge von Brandschutz To Go von Stephan Wenzel! 🎧
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YouTube:
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Transkript anzeigen
00:00:00: Heute reden wir über Veränderung in der Berufsfeld, über die persönliche Veränderungen und persönliche Weiterentwicklung.
00:00:07: Und warum man das macht beziehungsweise gegebenenfalls auch mal machen muss!
00:00:13: Das Gespräch führe ich heute mit René Kannegießer und könnte ihn in unserer Branche auch bereits kennen da er für einen größeren Anbieter von EAP-Lösung für Errichter und Dienstleister tätig war.
00:00:25: Es ist also ein sehr persönliches Interview mit sehr offenen und ehrlichen Worten.
00:00:35: Herzlich willkommen im Podcast Branches zu Go!
00:00:37: Mein Name ist Wenzel Stefan Wenzl, in der heutigen Interview-Folge habe ich den René Kanadieser eingeladen.
00:00:44: Er hat sich verändert – in der Berufswelt.
00:00:48: Aber bevor wir in das Thema reingehen sage ich doch erstmal herzlich Willkommen im Interview über René.
00:00:53: Ja danke lieber Stefan für die Einladung in deinem Podcast.
00:00:56: Ich freue mich.
00:00:58: René, die Einleitung war schon... Wir wissen worum es geht aber nimm uns doch mal mit Da bist du.
00:01:04: Und wie sieht dein beruflicher Weg bis heute aus?
00:01:08: Ja, minne Canegisa nochmal den Namen für alle.
00:01:12: Ich bin tatsächlich in der Sicherheitstechnik mal angefangen und bin also schon einige Jahre her.
00:01:18: dann bin ich hier in den Support für eine ERP Software für Errichter gerutscht das heißt ich bin irgendwo bei den Errichtern geblieben und jetzt nach über sieben zwanzig Jahren habe ich mal was Neues angefangen.
00:01:29: Also seit Anfang des Jahres bin ich bei der Firma Fepos in Nürnberg Und betreue auch wieder eine ERP-Software für Errichter und für Dienstleister.
00:01:39: Du warst also über sieben zwanzig Jahre im selben Unternehmen, warum hast du überhaupt angefangen?
00:01:47: Über einen Jobdechsel nachzudenken!
00:01:51: Ja ich hol mal so ein bisschen weiter aus.
00:01:52: Zunächst einmal muss ich sagen dass es irgendwie schon sehr interessant ist das Interesse daran so groß ist.
00:02:00: wenn jemand hört nach siebendundzwanzig Jahren gewechselt Wenn man so in einem Unternehmen ist, ja dann ist das im Moment eigentlich gar nichts Besonderes.
00:02:10: Man hat sich da zum großen Teil wohl gefühlt und ist halt immer da, man macht das was man macht wenn man so lange bei einem Unternehmen isst aber immer wieder.
00:02:17: jetzt speziell zum Wechsel hat man mir so das Gefühl gegeben sieben zwanzig Jahre?
00:02:24: Dann hast du doch eine Geschichte zu erzählen!
00:02:26: Erzähl mal warum denn wie kommt das denn?
00:02:28: und solange boah war ich ganz perplex Und ich muss wirklich sagen, weil du ja gefragt hast.
00:02:34: Wie hast du angefangen über den Wechseln nachzudenken?
00:02:37: Das ist nicht von heute auf morgen passiert!
00:02:39: Also ich habe so das erste Mal darüber nachgedacht was zu verändern.
00:02:46: Sieben, zwanzig Jahre im gleichen Unternehmen.
00:02:49: Da ist es natürlich für mich auch sinnvoll gewesen eine Entscheidung nicht spontan aus dem Bauch zu treffen.
00:02:56: Ich muss dazu sagen manche bekommen diese Chance gar nicht.
00:03:01: wird irgendeine Abteilung outgesourced, auf einmal wird jemand vorfallendete Tatsachen gestellt oder eine Abteilungen wird aufgelöst.
00:03:09: Na klar!
00:03:09: Dann hat man vielleicht diese Chance der langen Überlegung nicht.
00:03:13: aber bei mir war das schon ein längerer Prozess wo ich mich auch Zeit für gelassen habe.
00:03:17: und ja warum?
00:03:19: Also das Unternehmen hat sich in den letzten Jahren verändert die Zusammensetzung des Teams hat sich verändert Und ich hab mich auch ein Stück weit verändert.
00:03:28: und dann habe ich irgendwann so für mich gemerkt Das sind so Entwicklungen, die eigentlich nicht mehr zu dem passen wofür ich stehe und die auch nicht mehr das sind was ich mir langfristig vorgestellt habe.
00:03:40: Und dann kommt natürlich noch ein anderer großer Knackpunkt.
00:03:44: man ist sehr vertraut mit vielen Dingen geworden.
00:03:47: Nimm mal die ganzen Abläufe in einem Unternehmen oder die Produkte auch als solches.
00:03:52: Es gibt auf der einen Seite Sicherheit also man kennt jede Ecke des Produkts irgendwo kennst du die geheimen Funktion nach so vielen Jahren, aber das kann auch dazu führen dass man eigentlich nur noch wenig hinterfragt sondern dass man einfach so seinem Trott folgt.
00:04:09: Dass man nicht mehr über den Tellerrand schaut.
00:04:12: gibt es nicht vielleicht mal was anderes irgendwo?
00:04:14: Gibt es vielleicht sogar etwas Besseres?
00:04:16: und ja dann habe ich mir natürlich irgendwann die Frage gestellt möchte ich jetzt die nächsten sagen wir mal so zehn fünfzehn Jahre genauso weitermachen und eigentlich bin ich dann zu dem Schluss gekommen nee also eigentlich möchte ich was verändern Und ich könnte mir vorstellen, dass viele das kennen.
00:04:33: Man ist nicht mega-unglücklich in einem Unternehmen aber man ist auch nicht mehr begeistert und genau das macht natürlich diese Entscheidung so schwer.
00:04:41: und so war es auch bei mir.
00:04:45: Aus unserem Vorgespräch habe ich eine Insiderinfo von dir bekommen die mich selbst...
00:04:50: Ja
00:04:51: heute sind wir bei mir im Podcast Branches To Go und in meiner Podcastfolge hundertachzehn!
00:04:57: Wie is dann Mindset für Veränderungen?
00:04:59: Da hast du mir was erzählt.
00:05:00: Welche Rolle hat das gespielt bei dir?
00:05:03: Ja, also ich muss ja sagen, dein Podcast den höre ich so seit zwanzig vierzehn, zwanzighundzwanzig ganz genau weiß ich es gar nicht mehr.
00:05:10: Irgendwann habe ich angefangen immer mal wieder reinzuhören.
00:05:12: mich interessiert natürlich besonders so dass technische dann mit den Richtlinien wo Du ja wirklich sehr Experte drin bist ob das jetzt nur nach dreieinhalbzig ist oder vierzehnt sechstfünben siebzig und das hat mich dann auch schon interessiert weil's eben auch für meine Kunden immer irgendwo wichtig war um da einfach ein bisschen auf dem Laufen zu bleiben.
00:05:30: Super gut.
00:05:32: Dann hast du Interviewpartner gehabt, die ich zum Teil auch wirklich schon lange gekannt habe und teilweise gucke ich jetzt noch zurück in den ersten Folgen wo ich immer wieder Interviews entdecke, die mich wirklich total spannend finde, die auf jeden Fall auch nachhören möchte.
00:05:47: Ich muss aber gestehen Die philosophischen folgen so nenne ich sie jetzt mal bisschen ja nicht böse Die höre ich nicht so.
00:05:54: also die hab ich eigentlich eher So weggeklickt, sag ich mal.
00:06:00: Und ich muss auch sagen du hast es ja gesagt die meinst jetzt zur Veränderung dieser Folge war jetzt nicht der Auslöser.
00:06:06: also die Gedanken waren schon da und du kennst das.
00:06:10: manchmal hat man schon lange lange irgendein Gedanken im Kopf und dann spricht man mit anderen darüber.
00:06:16: Dann spricht man mal im Vertrauen mit einem Kollegen so sieht's grad bei mir aus oder mal mit einen guten Freund oder sogar mit der Familie.
00:06:23: aber irgendwie man schiebt doch diese Entscheidung immer wieder vor sich her Und manchmal kriegt man dann noch so ein Spruch.
00:06:29: Ja, weißt du was?
00:06:30: Du machst das sowieso nicht!
00:06:31: Du wirst eh nix ändern.
00:06:33: Manchmal nett gemeint, manchmal vielleicht so ein bisschen schnippisch.
00:06:36: und tatsächlich vor vielen Jahren hat ein Kollege mal zu mir gesagt also der René wird nie wechselt immer da bleiben wo er ist und als ich deine Folge gehört habe, da hatte ich dann mehrfach das Gefühl also dass es doch jetzt genau mein Thema und du hast ja auch nicht bewertet.
00:06:53: Also Veränderungen sind immer gut Oder wer nichts verändert ist doof, sondern nicht jetzt mal lapidar.
00:06:59: Sondern du hast ja gesagt jede Entscheidung ist richtig.
00:07:02: das ist auch noch so ein satz.
00:07:04: Du wolltest es jetzt nicht sagen dass das ist jetzt hier meine meinung und das müssen wir machen.
00:07:07: aber du hast auch von der komfortzone gesprochen Und da war für mich klar wenn man etwas verändern will oder verändern möchte dann muss man die komfort zone verlassen.
00:07:20: Das ist einfach so Eine gehängt mit dem anderen zusammen.
00:07:25: Und deswegen war diese Folge im Nachhinein betrachtet eigentlich für mich nochmal so ein zusätzlicher Schub, den nächsten Schritt wirklich anzugehen.
00:07:34: Mega!
00:07:34: Ich freue mich auch selbst im Nachregang.
00:07:38: Sag mal warum fällt es uns Menschen aus deiner Sicht auf zur schwer Veränderung an zu gehen?
00:07:44: Naja also ich habe jetzt ja so bisschen gespürt und ich hoffe ich kann dazu was Authentisches sagen.
00:07:48: Also Veränderungen bedeutet Sicherheit aufzugeben.
00:07:52: Das passt wieder auch so, die Branche Sicherheit möchte man nicht aufgeben.
00:07:55: Im Gegenteil das was wir alle oder die Brange macht da geht es um Sicherheit zu schaffen und dass man sie behält.
00:08:01: Und das da geht's auch wieder um Sicherheit.
00:08:03: ich gebe Sicherheit auf bewusst Ich betrete Neuland ich lasse bekanntes los und Wenn man bei dem bleibt was man viele Jahre macht dann kennt man alles.
00:08:17: Man kennt die Menschen Die Abläufe die Produkte man kennt übrigens auch die Probleme Und das ist auch bei mir so ein Gedanke gewesen.
00:08:24: Ich bin eigentlich in den letzten Jahren nie mehr zur Arbeit gefahren oder habe mich am Rechner gesetzt, in der Sorge, was da heute auf mich zukommen könnte?
00:08:32: Ich glaube, dass kann ich nicht lösen und ich hab das immer so ein bisschen verglichen.
00:08:36: Das ist dann mehr sowas für Fans.
00:08:39: Nach so vielen Jahren in einem technischen Beruf sieht man die Matrix.
00:08:43: D.h.,
00:08:44: man weiß ganz genau, was auf einen zukommt.
00:08:46: und wenn ein Kunde ein Riesenproblem hat und ein jüngerer Kollege gesteht davor und sagt, dann weiß man vielleicht nicht, wie die Lösung des Problems aussieht.
00:08:54: Man weiß aber, wie man sie angeht und das ist einfach Sicherheit!
00:08:59: Wenn man jetzt aber wechselt, weiß man erstmal vieles überhaupt nicht.
00:09:02: Das ist so eine Nebelwand, ne?
00:09:05: Wie sind denn die neuen Kollegen?
00:09:08: Wie ist denn die Unternehmenskultur?
00:09:09: Pass ich da überhaupt rein in ein neues Unternehmen mit meiner Art?
00:09:12: Vielleicht komme ich da ja gar nicht an.
00:09:14: Bekomme ich überhaupt mehr den Aufgaben zurecht?
00:09:16: Ich habe mich so gefragt... diese eine Sache gemacht, kann ich überhaupt noch was anderes?
00:09:23: Oder vielleicht auch so die Frage.
00:09:24: Wenn ich dann nach einigen Monaten gewechselt habe, stelle ich mir vielleicht die Frage hast du die richtige Entscheidung getroffen?
00:09:31: also das sind so ein bisschen die Sorgen die man sich macht und die Fragen hab' ich mir natürlich auch gestellt Und jetzt ist es so ein bischen so gewesen, da können wir erstmal ausreden durch diese Fragen warum man jetzt vielleicht doch nichts ändern will weil warum er jetzt doch die Änderung scheut oder eben im Moment nicht.
00:09:48: Und dann kommt noch dieses Prinzip Hoffnung dazu.
00:09:53: Ja, alles wird auch nochmal wieder besser.
00:09:55: Ich werde mich irgendwann wieder genauso wohlfühlen wie früher.
00:09:58: Es wird wieder so, wie es mal war.
00:10:00: Aber das Prinzip Hoffnungen und das haben viele bestätigt, dass funktioniert nicht.
00:10:04: Das habe ich für mich dann irgendwann auch verstehen müssen.
00:10:06: Es ist einfach so.
00:10:10: Dann ist tatsächlich die Frage verendele ich mich jetzt noch bewusst selbst kontrolliert Oder werde ich irgendwann verändert?
00:10:20: Und ich habe es gerade so ein bisschen gesagt, diejenigen, die die Chance nicht haben sich lange im Vorfeld Gedanken zu machen.
00:10:25: Weil vielleicht irgendwie ein Unternehmen oder was ausgesforzt wird oder so und da muss man sich die Frage selber beantworten mache das lieber jetzt kontrolliert als später unkontrolliert.
00:10:36: Das war eben bei mir auch ein wichtiger Punkt.
00:10:40: Wie wars mir es bei dir genau?
00:10:42: gab es einen bestimmten Moment an dem du gemerkt hast Jetzt Muss ich wirklich etwas tun?
00:10:50: Also diesen einen großen Moment sag' ich's mal, den gab es eigentlich nicht.
00:10:54: Das waren so viele Kleinigkeiten, viele kleine Punkte die dann dazu führten dass ich immer mehr in Richtung Entscheidung mich sage ich mal selbst bewegt habe.
00:11:06: und das ist aber witzig auch diese Frage weil man wird oft gefragt Ja, sag mal.
00:11:11: Was war denn der Grund?
00:11:12: Dann habe ich so das Gefühl gehabt bei diesen Fragen.
00:11:14: Manche stellen sich vor es muss diesen einen großen Grund geben.
00:11:19: also Ich weiß nicht was man sich dann vorstellt vielleicht auch aus dem Streit gegeben hat mit den Kollegen oder so und dann sage ich nö das will ich nicht mehr oder irgendeinen Vorfall wo man dann sagt Nö dann kündige jetzt halt Das war nicht der Fall Sondern ich hab mich vielmehr immer wieder ertappt dass ich mich immer wieder mit Alternativen beschäftigt habe.
00:11:39: Manchmal war es dann wirklich so, ich bin am Rumsurfen gewesen und hab mich überlegt wo gucke ich jetzt eigentlich gerade?
00:11:44: Das ist die Konkurrenz!
00:11:47: Und erstmal wieder verworfen aber irgendwann auch teilweise ausgelöst durch Kunden, die gesagt haben Mensch das muss doch anders gehen.
00:11:55: man hat ja auch sehr persönliche Gespräche geführt Dann hat man eigene Recherche betrieben, dann hat man geschaut wie machen das denn andere?
00:12:02: und das fing dann bei mir an so nach und nach zu arbeiten.
00:12:07: Sie züllte es sich nach siebenzwanzig Jahren, also über einem Vierteljahrhundert plötzlich wieder Bewerbung zu schreiben.
00:12:17: Also als ich mir das so vorgestellt habe du musst dann ja jetzt Wiederbewerbungen schreiben.
00:12:21: Das fühlte sich schon ein bisschen seltsam an.
00:12:24: Ich würde mal behaupten jemand der das siebenswassig Jahre nicht gemacht hat Kommt gleich dazu dass ich's eigentlich noch länger nicht gemacht habe.
00:12:31: Der weiß gar nicht mehr wie es geht.
00:12:32: was hat sich auch vieles gewandelt viel wird mit KI gemacht heutzutage, da habe ich aber immer gesagt also das kommt für mich nicht infrage weil wenn dann so eine geschliffene Bewerbung geauftaucht.
00:12:41: Ich glaube dann wird man heutzuthage auch ausgefiltert könnte ich mir vorstellen.
00:12:44: also das muss schon persönlich sein.
00:12:46: und jetzt kommt aber dazu die einzigen Bewerbungen die ich geschrieben habe.
00:12:50: Das war damals als ich ein Ausbildungsplatz suchte Und im Prinzip hatten haben zwei dieser bewerbung zwar zu einem Gespräch gefühlt Aber keine dieser schriftlichen Bewerben hat am ende zu meinem Ausbilderungsplatz geführt sondern Das war ein Gespräch, ein persönliches Gespräch was vermittelt wurde und so war das auch die ganzen Jahre über.
00:13:11: Also alles kam nur über Gespräche zustande der Ausbildungsplatz dann eine Zivilienststelle dich angetreten habe Der Job im Support nachher Und auch als ich dann angefangen habe mich umzuschauen da gab es ganz viele ganz tolle persönliche Gespräche wo durch man auch nochmal wieder wunderbare Menschen kennengelernt hat.
00:13:30: Das war auch noch mal so.
00:13:31: ein Punkt, was man jetzt sage ich mal durch einfach eine schriftliche Bewerbung raushauen natürlich nicht so passiert wäre.
00:13:39: und für mich war auch nur eins klar.
00:13:41: also ich nenn es jetzt mal mit der Gieß kann eine Bewerbung raus hauen das war für mich keine Frage sondern ich wollte irgendwo einfach in der Branche bleiben.
00:13:52: wie gesagt sicherheitstechnik irgendwie begonnen ERP-Umfeld für Richter, das ist einfach so meine Branche.
00:13:59: Deswegen konnte ich auch gar nicht in alle Richtungen suchen und deswegen war die Auswahl sowieso kleiner.
00:14:05: Und warum war das so?
00:14:06: Ja mir ging es nicht darum... Ich möchte jetzt was Kompletten Neues anfangen sondern etwas Neues lernen aber das nutzen können was man sich über viele Jahre schon aufgebaut hat.
00:14:16: Das war mein Ziel.
00:14:17: Natürlich ja.
00:14:19: Sag mal welche Herausforderung werden denn von außen oft unterschätzt Wenn jemand den Arbeitgeber wechseln möchte.
00:14:29: Ja, da habe ich so darüber nachgedacht dass das ja natürlich für viele andere Herausforderungen sind.
00:14:35: also eine Bewerbung schreiben kann für viele schon Herausforderung sein.
00:14:40: oder eine Kündigung Wie schreibe ich die?
00:14:42: wie formuliere ich die Was?
00:14:45: was kommt dann auf mich zu?
00:14:46: Da muss sich vielleicht nochmal ein Gespräch führen mit meinem Vorgesetzten und Dann möchte man es vielleicht gar nicht.
00:14:50: das sind auch Herausforderungen aber das war bei mir eigentlich gar nicht so.
00:14:54: Das Problem das bekommt man hin meinig.
00:14:56: Was ich unterschätzt habe, das waren viele kleine Dinge drum herum und das waren eigentlich besonders die emotionalen Komponenten.
00:15:04: Sondern nicht das mal!
00:15:07: Man wusste man muss sehr lange, sehr enge Kundenbeziehung auf einmal aufgegeben.
00:15:12: Na klar wir sagen auch bei uns in der Branche man sieht sich immer zweimal... Das ist eigentlich so eine Aussage, die hab' ich so oft jetzt schon gehört Und es ist auch wirklich so.
00:15:20: Aber erstmal Keiner geht verloren, aber erst mal ist doch der Kontakt weg im Alltag.
00:15:25: Also mit dem Kunden, mit dem man jede Woche vielleicht Kontakt hatte das ist weg und es fehlt ein vielleicht.
00:15:31: Man hat seine Späßchen gemacht, man war schon auf du mit vielen, man kannte plötzlich persönliche Dinge von den Menschen und das war weg.
00:15:39: oder es würde weg sein oder Kollegen zu verabschieden.
00:15:42: also mein Team sage ich jetzt mal nicht weil Teamleiter... Ich habe einige viele sogar während der Ausbildung betreut.
00:15:51: Dann natürlich die Erkenntnis.
00:15:53: Jetzt nach sieben, zwanzig Jahren woanders hin dann ist man da erstmal wieder der Neue.
00:15:58: Man ist nicht mehr der Team-Lieder.
00:16:00: Man isst nicht mehr Derjenige auf den jeder zukommt um nach Rat zu fragen und darauf bereitet einen Meinung niemand vor.
00:16:07: diese Erfahrung muss man selber machen.
00:16:11: Es hast du uns von dem Prozess erzählt und deinem Struggle Wie hast denn du am Ende ja die Entscheidung getroffen?
00:16:19: Ja ich habe überlegt ob ich das so sagen soll weil Meine Vorgehensweise war am Ende vielleicht so ein bisschen altertümig, würde ich sagen.
00:16:28: Weil manche die kriegen schon... ...so Schnappatmungen wenn sie das Wort Axel hören.
00:16:33: Tatsächlich ist es in dem Fall aber so gewesen.
00:16:35: Ich habe mir eine Axelliste gemacht und zwar hab' ich eine Pro-Kontralliste mir aufgestellt also ganz klassisch.
00:16:42: Und ja da habe ich dann so ein bischen Die Sachen gegeneinander aufgewogen und dann hat man so ein Bisschen gesehen In welche Richtung sich das Ganze jetzt eigentlich bewegt.
00:16:54: Da hab ich alles reingepackt.
00:16:55: Also was sind deine aktuellen Aufgaben?
00:16:59: Mit was für Menschen hast du zu tun, also wie gesagt menschliche Komponenten der ganz wichtig die Location ja fünf Minuten weg vom Arbeitsplatz das wird vielleicht da nicht mehr so sein und und und.
00:17:09: Alles rein was mir aufhiel und auch nicht nur dass man sich einen Abend hinsetzen so Ich mache jetzt mal eine Excel Liste sondern dass man das arbeiten lässt.
00:17:18: Excel Leste machen Und dann die nächsten Wochen arbeiten lassen Alles rein.
00:17:23: Negatives wie Positives, um einfach das zu visualisieren.
00:17:29: Was sagten lassen und dann sieht man ja, wieso... Es hast du gewechselt!
00:17:35: Was hat sich denn jetzt nach dem Wechsel bestätigt?
00:17:38: Und was hatte ich auch vielleicht überrascht?
00:17:41: Also bestätig hat sie für mich ganz klar dass man sich immer so viele Sorgen auf Vorrat macht.
00:17:49: im Nachhinein betrachtet, das kann man sich sparen.
00:17:51: Natürlich wird man in diese Sorgen gelangen und es ist auch nicht verkehrt.
00:17:56: Sorgen heißt ja auch, man plant und überlegt aber man macht sich zu viele Sorgen.
00:18:01: Gleich in der ersten Woche neun Unternehmen habe ich gemerkt also ein total offenes Team.
00:18:06: Ich wurde unglaublich gut aufgenommen Und ich hatte auch sehr schnell das Gefühl angekommen zu sein so wie wenn man irgendwo ankommt wo man lange nicht gewesen ist.
00:18:17: Das hat vieles für mich dann leichter gemacht Und viel ist natürlich auch leichter, als ich das vorher gedacht habe.
00:18:22: Ich hab mir glaube ich die schlimmsten Szenarien ausgemalt.
00:18:24: Dann hatte ich natürlich Angst vor einem neuen Produkt.
00:18:28: also wie gesagt sieben, zwanzig Jahre eigentlich immer das gleiche gemacht.
00:18:32: Auch eine ERP-Lösung, auch eine komplexe Lösung, die sich nach den Prozessen der Kunden orientiert und je nachdem wie der Prozess ist muss man natürlich Schalter setzen.
00:18:41: viele Schalter ne?
00:18:43: Da hab' ich immer mehr so ein bisschen gewünscht.
00:18:44: dann gibt's vielleicht auch was mit weniger Schaltern Aber im RP-Bereich gibt es das eigentlich nicht.
00:18:48: Man muss viele Möglichkeiten haben.
00:18:50: und ich muss trotzdem sagen, in die Basis bin ich innerhalb so kurzer Zeit reingekommen.
00:18:55: Das habe ich dann so verinnerlicht und da habe ich gedacht diese ganzen Bauchschmerzen im Vorfeld, die hätte ich mir nicht machen müssen.
00:19:02: Das war schneller verflogen als ich das vermutet habe.
00:19:07: Kommen wir langsam auf den Schluss gerade.
00:19:09: Sag mal jetzt bist du bei dem Prozess durch?
00:19:12: Welchen Rat würdest du jemandem geben der seit langer Zeit Ich sag mal, unzufrieden ist.
00:19:18: Aber dein Schritt noch nicht gewagt hat!
00:19:23: Ja genau das ist tatsächlich auch ein wichtiger Punkt.
00:19:26: Den musste ich mir jetzt immer wieder stellen und dann musste ich auch irgendwann für mich überlegen welchen Rat gibst du denn?
00:19:31: Weil... ...ich bin da so'n bisschen so'nen Anaufpunkt geworden.
00:19:34: Also gefühlt habe ich tausend Leuten Bescheid gesagt ob das jetzt Kollegen waren Kunden, vielen Freunden, Angehörigen oder Bekannte.
00:19:43: Auch Leute die man gerade getroffen hat und die dann gefragt haben was machst du eigentlich beruflich?
00:19:47: Ja ja ich bin dann gewachsen.
00:19:48: Ach warum denn?
00:19:50: Und da hat man diese Geschichte ja gefühlt tausendmal erzählt und man erzählt sie auch noch!
00:19:54: Und einige sind dann wirklich so mal im persönlichen Gespräch gekommen und haben gesagt Mensch jetzt will ich das aber genauer wissen.
00:20:03: Warum denn jetzt?
00:20:05: Warum denn
00:20:05: überhaupt?!
00:20:06: Und manchmal kamen dann dieser Nachsatz Ja du weißt, ich mache mir nämlich auch schon lange Gedanken ob ich nicht mal was anderes machen soll.
00:20:14: Weißt Du?
00:20:15: Ich bin auch nicht mehr so zufrieden in meinem Job.
00:20:17: das habe ich dann mal so gehört.
00:20:19: und dann kommen die unterschiedlichsten Gründe auf den Tisch.
00:20:22: der eine sagt ja ich werde überhaupt nicht wertgeschätzt da kommt gar kein lobendes Wort mehr und der andere sagt ja, ich hab nur so Kollegen ich komme da überhaupt nicht mit klar ich gehe jeden Morgen mit Bauchschmerzen zur Arbeit aber ich schätze die Arbeit so.
00:20:35: Oder noch einer hat gesagt, also die Aufgaben sind nur noch langweilig.
00:20:37: Das macht überhaupt keinen Spaß mehr!
00:20:39: Ich kann das alles und ich verdiene gutes Geld und es macht keinen Spaß mit langweilliger Aufgaben.
00:20:42: Also die verschiedensten Punkte wurden dann so angeführt und da habe ich gesagt, ich kenne ja deinen Feeling nicht und deine Aufgaben, mach dir eine Pro-Kontrolliste ganz stumpfe Excel oder wegen mir ne Textartei auch wenn das Altertüm nicht klingt.
00:20:56: aber du visualisierst ja das was dich bewegt und was erstmal ja nur als einzelne Punkte immer im Kopf rumschwirrt.
00:21:05: Das schreibst du jetzt auf, visualisierst du und dann siehst du plötzlich auch eine Gewichtung in welche Richtung sich das verschiebt.
00:21:12: Ja und da kommt dann eben auch der nette Kollege rein den man seit vielen Jahren schätzt.
00:21:16: er gehört da rein.
00:21:17: gerade wie gesagt die Menschen sind wichtig.
00:21:21: Da gehören auch die Kunden rein mit denen man einen guten Rat hat.
00:21:26: Die Aufgaben das sind alles Dinge die gehören da rein Und vielleicht auch noch vieles mehr, was ich jetzt gar nicht so weiß.
00:21:32: Was für jeden Einzelnen wichtig ist ne?
00:21:35: Ich würde trotzdem sagen Wenn es irgendwie geht Nichts überstürzen Gerade wenn man einen sicheren Job hat.
00:21:43: Es geht ja auch darum in der heutigen Zeit es ist vieles unbeständig Man hat ein sicheren job das Spiel vielleicht manchmal auch Sagt man vielleicht auch eigene befindlichkeiten die lasse ich jetzt mal so ein bisschen weg weil Ich habe aktuell mein Auskommen, ich hab den Job.
00:21:57: Ich hab da Familie zu ernähren ne?
00:21:59: Kleine Kinder hab' ich auch von einigen gehört die dann gesagt haben naja das ist schon für mich eine Herausforderung also nicht leicht fertig eine gute Stelle aufgeben wichtiger Rat an dieser Stelle aber trotzdem wenn auch geplant nicht zu lange warten bis man was ändert weil dann kommst du irgendwann von.
00:22:15: ich bin nicht mehr begeistert in dem Punkt der Unzufriedenheit und dann nimmt man noch viele Dinge noch ganz anders war am Ende meistens nicht gezwungen irgendwo zu bleiben.
00:22:29: Und es kann auch nicht immer der Grund sein, ja man möchte ja die netten Kollegen nicht verlassen.
00:22:34: Es kann auch noch nicht immer das Grund sein... Ach ich bin hier so in meiner eingepackten Entwatte ausgehüllte Komfortzone wie ich jetzt ja verlassen muss und oder auch der Grund warum.. Ich habe so vieles gemacht!
00:22:47: Das hab' ich immer schon so gemacht und das müsste ich ja jetzt aufgeben.
00:22:51: Ich muss er jetzt neu erst lernen.
00:22:52: Das sollten alles keine Gründe sein.
00:22:54: Also das ist für mich noch so ein... Aber das sind ganz persönliche Befindlichkeiten, die ich dann lenne.
00:22:59: Das ist natürlich auch anders für jeden.
00:23:03: Mensch!
00:23:05: Lieber René, hast du vielleicht doch noch zu abschließend von deinem Status quo heute?
00:23:11: So ein erstes Kurz-Fazit für uns?
00:23:15: Ja, ich habe natürlich bei der Vorbereitung der Folge so ein bisschen überlegt.
00:23:20: Was ist denn das eigentlich?
00:23:21: Was hat denn das für'n Ziel also...?
00:23:24: ist das jetzt ein nettes Gespräch mit dem Stefan, was ich auch natürlich schätze würde.
00:23:28: Und das hätten machen wir dann aber persönlich ohne Aufzeichnung.
00:23:32: Ich habe so gedacht nach sieben zwanzig Jahren... Das war kein spontaner Schritt.
00:23:37: Würde ich auch empfehlen möglichst eben drüber nachdenken und es war wirklich das Ergebnis eines langen Denkprozesses.
00:23:45: Es sind eben nicht diese einzelnen großen Entwicklungen sondern es sind viele kleine Entwicklung die am Ende dazu führen dass man eine Veränderung ernst auf den Betrag zieht und mein wichtiger Rat eigentlich ist, bewusst entscheiden.
00:23:59: Also sich nicht verändern lassen sondern mit wussten Entscheidungen treffen und dann diese Chancen und Risiken gegeneinander aufwiegen.
00:24:05: also kommt vielmals zur Echselliste.
00:24:07: das mal einfach sichtbar machen und sich ganz wichtig nicht dauerhaft von den Gewohnheiten und Unsicherheiten bremsen lassen.
00:24:14: Das ist nochmal ein wichtiger Punkt.
00:24:18: Du vielen Dank für deine wirklich offenen Worte und deinen Vertrauen.
00:24:23: Wir wünschen dir für die Zukunft weiterhin alles Gute und weiterhin viel Erfolg.
00:24:29: Dankeschön!
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