#335 Die Geschichte des Brandschutzes - mit Jörg Ullrich

Shownotes

Was haben Strohdächer, Nachtwächter und moderne Brandschutzgesetze gemeinsam? 🔥
Sie alle sind Teil einer Entwicklung, die unsere Städte und Gebäude über Jahrhunderte sicherer gemacht hat.
In der neuen Folge von Brandschutz To Go von Stephan Wenzel nimmt uns Jörg Ullrich von ULLRICH-Brandschutz mit auf eine spannende Reise durch rund 800 Jahre Brandschutzgeschichte.
Vom Mittelalter mit Holzhäusern, engen Gassen und verheerenden Stadtbränden geht es über die ersten Feuerordnungen, Pflichtfeuerwehren und Feuerwehrspritzen bis hin zu Brandwänden, harten Bedachungen und modernen Bauordnungen.
Besonders spannend: Viele Regeln, die heute selbstverständlich wirken, sind aus konkreten Schadenserfahrungen entstanden. Ihre Wirkung zeigt sich jedoch oft erst Jahre oder sogar Jahrzehnte später.
Die Folge macht deutlich, warum Brandsicherheit ein über Jahrhunderte erarbeitetes Gut ist und weshalb Veränderungen immer mit Blick auf die Erfahrungen der Vergangenheit bewertet werden sollten. 🧯
Eine Folge voller überraschender Zusammenhänge, verständlicher Beispiele und echtem Fachwissen zur Entwicklung des Brandschutzes.
Welche historische Entwicklung im Brandschutz findest du besonders spannend? Schreib’s in die Kommentare und hör jetzt in die neue Folge von Brandschutz To Go rein! 🎧

Transkript anzeigen

00:00:00: In der heutigen Podcast-Folge reden wir über die Geschichte des Brandschutzes.

00:00:04: Dazu habe ich als Interviewgast erneut den Jörg Ulrich eingeladen, weil er darf das die Geschichte öfters in seinen Schulungen erzählen und das wollen wir

00:00:13: heute

00:00:14: einem breiten Publikum zur Verfügung stellen!

00:00:18: In der Heute Podcast Folge Die Geschichte des Brandschutzes sei gespannt.

00:00:26: Herzlich Willkommen im Podcast Brandschutz zu kommen.

00:00:28: mein Name ist Wänse Stefan Wänzel.

00:00:31: In der heutigen Podcast-Folge habe ich als Interviewgast erneut den Jörg Ulrich eingeladen, von Ulrich Brandschutz aus die Poliswalde.

00:00:38: Das ist bei Dresden!

00:00:40: Die Geschichte des Brandschutzes?

00:00:41: Ah ja da kann man lange anfangen aber bevor wir einsteigen erstmal herzlich willkommen im Interview lieber Jörgg.

00:00:47: Hallo Stefan!

00:00:49: Die Geschicht des BrandSchutzes Ich weiß das darfst du öfters erzählen in deinen Schulungen Aber vielleicht bevor wir in die Vergangenheit gehen in die Geschichte gibt es doch mal einen Ausblick bitte.

00:01:02: Ausblick ist relativ einfach.

00:01:04: Wir haben seit hundert Jahren keine Flächenbrände mehr, seit vierzig Jahren sinkt die Zahl der Brandtoten in Deutschland.

00:01:14: Ich sehe die Reduzierung der bewährten Brandvorsorge dennoch kritisch.

00:01:18: heißt wollen wir tatsächlich von bereits bewertem Abstand nehmen um das Sicherheitsniveau zu reduzieren?

00:01:30: Traglich ja!

00:01:33: einen Rückblick der für uns erforderlich ist, um den Brandschutz zur Zukunft zu definieren.

00:01:40: Also heißt wir müssen immer in den Rückspiegel schauen was haben uns die Maßnahmen gebracht und wohin sind die Schadensummen?

00:01:50: Wohin sind Die Brand Anzahlen?

00:01:54: Die Brandtoten entsprechend gerückt und danach können wir dann eben gegebenenfalls reduzieren.

00:02:04: Noch mal müssen das aber immer kritisch hinterfragen.

00:02:08: Stimmt, wir reden über Investitionen und Geld.

00:02:11: Aufwand nutzen, Brandtote ist heißes Thema.

00:02:17: Brandtsicherheit ist ein über Jahrhunderte teuer erkauftes Gut.

00:02:25: Gehen wir mal in die Geschichte!

00:02:27: Du bist vorbereitet?

00:02:31: Vielleicht erst einmal die Erkenntnisse vorangestellt.

00:02:35: Brandschutzgesetze sind immer träge.

00:02:39: Es ist keine unmittelbarke Vergleichbarkeit von geltender Schutzmaßnahme und eingetretenem Schaden möglich, der Abfolg einer eingelegten Schutzmaße ist erst Jahre später festzustellen.

00:02:53: Wir können nicht sagen wir führen heute etwas ein und sehen morgen schon.

00:02:57: was hat es gebracht?

00:03:00: heißt, die Zahl der Brandtüten von heute trägt dem festgelegten Schutzumfang von gestern Rechnung.

00:03:07: Die Trägheit des Brandschutzsystems muss bei der Veränderungen oder sogar Abschaffung von gesetzlichen Schutzmaßnahmen beachtet werden.

00:03:16: Die Ergebnisfolge ist dann Gesetzgebung, baulische Umsetzung, Brandeintritt und Kasalerschaden.

00:03:24: All das müssen wir beachten!

00:03:29: Wir machen etwas... Und alle denken so in heutigen KI-Zeitalter, das ist alles sofort Auswirkungen.

00:03:35: Da reden wir ja nicht von Tagen, Wochen, Monaten, Jahre?

00:03:41: Ja Jahrzehnte!

00:03:43: Wir haben ganz klar in Deutschland gemerkt als wir die Prüfingenieure für Brandschutz eingeführt haben Danach der Wechsel überhaupt die Baukörper heute zu erleben.

00:03:55: Wir können sagen dass Bauchöber die ab wo die Prüfeingenieurer mitteilen Genehmigungskategorien wird tatsächlich von einem besseren Brandschutz im Bestand sprechen.

00:04:10: Ich möchte keine Werbung machen, aber das ist meine persönliche Erfahrung.

00:04:14: Glaube ich sofort ja?

00:04:17: Vielleicht was können wir aus acht hundert Jahren Brandschutzentwicklung sagen?

00:04:22: Brandschutsgesetze gehören zu den ältesten Sicherheitsgesetzen.

00:04:28: Das Risiko Bewusstsein folgt aber eben wie immer schon beschrieben haben der Schadenserfahrung.

00:04:35: Brandschutz-Gesetze besitzen aber empirisch erzeugte Logik.

00:04:40: Das ist nichts anderes.

00:04:43: Brandschütz ist Teil der öffentlichen Ordnung und deshalb seit Anbeginn eine Staatsaufgabe.

00:04:49: Brandschutz ist für mich unpolitisch, machtstrategisch und dennoch systemimmanent.

00:04:58: Man könnte sagen Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens.

00:05:04: Brandschutz ist aber auch konkurrenzlos.

00:05:07: Wir können nicht sagen, wir machen weniger Statik, wir haben weniger Energieeinsparung oder mehr und vergleichen deswegen das mit dem Brandschütze ab.

00:05:21: Wir wollen den Baukörper nicht teurer werden lassen und ich finde der Brandschutze ist konkurrentslos.

00:05:29: Brandschuts orientiert sich auch an den technischen und personellen Möglichkeiten die wir in der Gesellschaft überhaupt haben.

00:05:36: heißt, was haben wir für Systeme?

00:05:39: Für Technik die wir zu anwenden bringen können?

00:05:42: und jetzt können wir auch ganz schnell in die Vergangenheit springen.

00:05:45: Weil diese Technik und dieses Denken, auch diese Erfahrungen gab es eben in dem Maße nicht zu jeder Zeit beziehungsweise war nichts zu jederzeit die Denke gleich.

00:06:04: Ich denke man hat auch viel auf Schadenseignisse reagiert.

00:06:09: Wenn wir so weitermachen, pass jetzt wieder.

00:06:11: Was machen wir damit es nicht passiert?

00:06:15: Wir können ja mal schauen in die Vergangenheit... ...wir wollen wie du schon sagst, wir wollen Deregulieren im Brandschutz.

00:06:21: Wir haben mit dem Brandschütz aber das älteste also mit ein sehr altes Obenungssystem.

00:06:32: Wir sind auf etwas was über Jahrhunderte des öffentlichen Bauern und die Sicherheit immer mit geprägt hat.

00:06:39: Wir schauen einfach mal rein, was in der Vergangenheit so immer stand war.

00:06:46: Und wir gucken mal wo beginnen wir?

00:06:51: Wir könnten sagen wenn wir im Hochmittelalter stoppen und bis zur Industrialisierung springen dann haben wir einen breiten Zeitstrahl abgedeckt und schauen mal rein in die einzelnen Abschnitte.

00:07:07: Alles klar hau rein!

00:07:11: Womit ging es so ein bisschen los?

00:07:13: Aus meiner Sicht wurde irgendwann die Wasserversorgung eingebracht in die Städte, wie auch immer ob das schon eine Wasserleitung war aus Holz oder der Gleichen.

00:07:26: Oder andere Dinge.

00:07:28: aber wir hatten irgendwann Wasser in den Städten Wir hatten Wegesysteme, wir hatten Gassenbreiten, dass das weniger etwas mit dem Brandschutz zu tun hatte und mehr damit ne Kutsche durchpasst Das mag sein, aber am Ende des Tages hat es dem Brandschutz eben auch seine positiven Erfahrungen gebracht.

00:07:50: Nämlich dass wir gewisse Gebäude und gewisse Strecken überhaupt erreichen können, begehen können.

00:07:57: Es wurden Wachtürme errichtet um die Städte zu beobachten Und es verfolgte irgendwann eine Gebäudeeorientierung.

00:08:06: das schauen wir uns alles mal an.

00:08:08: Dreizehntes bis fünft sind es Jahrhundert.

00:08:13: Dort würde ich jetzt einfach mal einsteigen, nochmal drei Zehntes bis fünfzehn des Jahrhunderts.

00:08:20: Ranschutz war immer lokal verschieden.

00:08:23: Es gab keinen einheitlichen Standard.

00:08:27: Es gibt aber auch keine logische Entwicklungstendenz.

00:08:31: Das gab es nicht!

00:08:32: Es hat jeder so das Reichwort zersplittert.

00:08:36: ja wir waren territorial Interessen ausgesetzt jetzt mal fein ausgedrückt, es gab ein ausgeprägtes Fedewesen.

00:08:47: Aber auch in Vierzehnten in der Hundertwürde diddypest?

00:08:50: Wir hatten also noch ganz andere Themen und ganz andere Wertigkeiten als hier den Brandschutz tatsächlich in dieser Art und Weise zu beachten.

00:09:01: Es gab Hungersnöte, Armut, Naturkatastrophen – Ganz wichtig!

00:09:07: Lesen, Rechen schreigen das war nur den Kloster-Schülern zugänglich.

00:09:11: Also selbst wenn wir Gesetze aufgeschrieben haben, hätten oder wie heute die Bauordnungen hätten beachten wollen.

00:09:17: Die hätte ja gar keiner Lesung können.

00:09:22: Brandschutz war im XIII bis XV Jahrhundert ein Produkt der städtischen Rechtskultur.

00:09:28: Ja Es gab Ordnungsregeln Ja Nämlich schon eine Feuerordnung und so eine Art Bauordnung.

00:09:36: Es gab es gar einen Bürgereit Auf deren Einhaltung Die Brandbekämpfung war nämlich höchste Bürgerpflicht.

00:09:42: Auf Deutsch jeder musste mitmachen.

00:09:46: Oh, das war super!

00:09:48: Sportliche Aktivität garantiert.

00:09:51: Aber es gab eben auch Holzhäuser, Kramdächer aus Stroh und quasi den permanenten Umgang mit Feuer – permanent.

00:09:59: Und das Feuer führte oft zu vernichtenden Stadtbrennen wobei wir mal wieder bei den Türen sind.

00:10:07: Da gab's also die sogenannten Nachtwäschter.

00:10:09: Was haben die von der Aufraude?

00:10:12: Die Stadt in Horizont beobachten und schauen, was da zu sehen ist.

00:10:19: Ob da ein Brand zu sehen is'.

00:10:21: Es gab im XIII bis XV Jahrhundert... ...was waren die gesellschaftlichen Reaktionen auf die Brandkatastrophen?

00:10:27: Das war einmal die christliche Reaktion.

00:10:30: Das heißt Tour-Demot & Buse!

00:10:35: Und die magische Reaktionsreaktion man hat mit Reliquien die Feuerverbandungen versucht.

00:10:48: Es gab aber eben auch, das hatte ich schon ausgeführt.

00:10:51: Die Feuerordnung ist eine Art frühe Bauordnung.

00:10:54: Das ist jetzt wirklich weit geworfen, aber vielleicht zum Verständnis?

00:11:00: Es gab in Weistum, es gab im Privatrechtsbuch, in Lenrecht und solche Sachen.

00:11:07: kein Stadtrecht.

00:11:09: Was stand da drin?

00:11:11: Ich zitiere Paragraf forty-neinzig eins Kein Fenster zum Hof eines Anderen haben.

00:11:23: Da kommt uns doch schon ein bisschen die Brandwand in den Sinn.

00:11:27: Paragraf dreiundfünfzig eins, Backofen abbohrt und Schweinestall sollen drei Fuß von dem Zaun entfernt

00:11:36: sein.".

00:11:41: Jeder soll auf seinen Backofen und auf seine Feuermauer achten, damit ihm nicht Schaden dadurch erwächst dass die Funken in den Hof eines anderen fliegen.

00:11:56: Und ich glaube das sind doch sehr schlaue und weitreichende Anforderungen.

00:12:03: Heißt Abtrennung-Abstandachksamkeit.

00:12:07: Damit ging es los!

00:12:12: Und genau das war auch der Brandschutz der damaligen Zeit.

00:12:15: Damit ließ sich sozusagen arbeiten, das war verständlich.

00:12:22: wie würde ich heute sagen die drei A's des Brandschütz?

00:12:28: Abtrennung abstand achtzehn Beitung, dreizehntes befifft sehndes Jahrhundert.

00:12:39: Der abwärmende Brandschutzt nochmal.

00:12:40: Das war kostenlose Hilfe der Bürg und Handwerke im Brandfall gegenseitig.

00:12:44: daran hat man sich sozusagen verpflichtet gefühlt.

00:12:49: Es gab keine Berufsfeuerwehr oder dergleichen, und hatten für eine Entwicklung gesprochen auch ein Feuerwehr freiwillig.

00:12:57: Ja es gab eben Umgang zum Regeln mit dem Feuerverbot von Strohdäschern kam so langsam.

00:13:08: ja auch da hatte man gemerkt hier gibt es einen Problem in dem wir bauen.

00:13:20: Aber so richtig ging es dann eben erst los, im sechzehnten bis achtzenden Jahrhundert.

00:13:26: Der frühen Neuzeit.

00:13:28: Das Bürgertum war dort aufstrebend und das war das Ende des Lehnwesens.

00:13:34: Verbuchdruck übrigens war vierzehnundfünfzig.

00:13:38: Entdeckung Amerikas vierzehneinundzwundneunzig.

00:13:41: wem das jetzt in diesem Zusammenhang etwas bringt?

00:13:46: Was war für den Brandschutz wichtig?

00:13:48: Es gab zunehmend weltlichen Umgang damit.

00:13:51: Aber das Brandrisiko war unverändert groß.

00:13:56: Eher noch schlimmer, dadurch dass wir uns entwickelt haben als Gesellschaft und als Personen, gab es eher sogar eine unablässig steigende Zahl bei Flächenbrände.

00:14:11: Das ging bis ins neunzehnte Jahrhundert zu.

00:14:15: Flächenbrände waren Teil dieser Zeit.

00:14:24: Es gab damals im sechzehn bis achtzehn Jahrhundert aber verstärkte polizeiliche Autorität, ja?

00:14:30: Das kam dann hin das kam dann rein.

00:14:34: es kam damit aber auch eine völlig ungebremste Ordnungsflut.

00:14:40: zahlreiche Baufeuerlöschordnungen wurden erlassen und das war ein Flut und je nachdem, wo man hin kam in Nürnberg was anderes als in Leipzig und geschweige den außerhalb von Leipzig.

00:14:53: Jeder schrieb sein Wissen auf und brachte das zur Anwendung.

00:15:00: Das hat nichts damit zu tun wie wir heute agieren Und dass wir vielleicht immer noch von sechzehn Bundesländer sprechen mit sechzen Bauordnungen die dem Grunde nach aber doch recht ähnlich sind.

00:15:13: das war damals nicht der Fall.

00:15:16: Die landesfürsten schufen übrigens dann einheitliches Landesrecht irgendwann.

00:15:23: Damit war diese Klein-Stufigkeit weg und erst nach dem dreißigjährigen Krieg war so.

00:15:33: eine Brandschutzgesetzgebung trat in Kraft, die was war vielleicht der Höhepunkt?

00:15:47: mit nur neunzehntausend Paragrafen am Start.

00:15:52: Herzlich willkommen!

00:15:59: Damals war abwärmter Brandschutz eine Pflichtfeuerwehr im sechzehn bis achtzehn Jahrhundert, wir merken also da hat es schon den Wechsel gegeben.

00:16:09: Wir haben jetzt was Einheitliches, das aufgeschrieben wird und eine Pflichfeuerwehre Und wir haben vom Amt würde ich heute sagen eine Kontrolle der Feuerstätten und eine Brandverwaltung im Handwerk.

00:16:25: Heißt, es wird immer mehr so wie wir es heute kennen.

00:16:31: Sechzehntes bis achtzehn des Jahrhunderts.

00:16:34: Es gab auch schon eine Entwicklung bei der Brandbekämpfung.

00:16:37: Es gabs Wassergefäßen, Hausleiter, Schürhaken, Feuer-Eimer, Feuerleiter.

00:16:43: Auf Gedeutschung hat Produkte entworfen mit denen man die Brandbekämpfungen verantreiben kann, verbessern kann.

00:16:53: Noch mal zurück in die Historie.

00:16:55: Fünfzehnhundertachzen war die Erfindung der Feuerspritze.

00:16:59: Sechzehnundfünfundfünfzig, also über hundert Jahre später hatten wir schon ein bewegliches Steigrohr.

00:17:08: Nochmal zwanzig Jahre später dann den Feuerwehrschlauch und dann nochmal zweuhundert Jahre später, achtzendhundertachtnachtzig schon die Dampfbetriebene Motorspritze.

00:17:22: Das war natürlich Riesenschritte und das hat das Löschen einfach verbessert beziehungsweise in dem Maße möglich gemacht.

00:17:35: Aber eben nicht nur die Technik hat sich verbessert, auch im sechzehnten bis achtzehn Jahrhundert haben wurde dann gesagt es gibt ein Verbot des Strohdaches!

00:17:46: Die harte Bedachung dass was wir heute kennen gilt bis heute und das wurde dort eingeführt weil man gemerkt hat Schrodach brennt gut, das wollen wir so nicht mehr umgesetzt haben.

00:18:00: Und somit wurde die Baukultur verändert und der Brandschutz hat in die Bauglöber signifikant einzugehalten.

00:18:10: auch hat man angefangen diesen... Man hat einen First-Trank verzogen.

00:18:15: Früher standen die Häuser wie also die Satteldächer standen so zueinander.

00:18:21: Das heißt es sah von vorm aus, von der Straße aus Wie ein Zack wie ein Heigebiss hoch und hoch runter.

00:18:29: Heute kennen wir das die Häuser stehen aneinander mit den Giebels Seiten, was hat es für einen Vorteil?

00:18:36: Wenn ich die Häuse mit dem Sattel dach, ja also so drehe aneinanders Stelle dann kann ich dazwischen eine Brandwand bauen.

00:18:45: Wenn nicht die Zacken so laufen lassen, dann brennt es aus dem einen Zacken raus.

00:18:52: Auf dem anderen Zackung ist zwar die harte Bedachung, heißt nicht mehr das Strohdach.

00:18:57: Aber dennoch ist der Einbrand viel einfacher als wenn wir eine Brandwand bauen.

00:19:03: Sechzehn bis achtzehntes Jahrhundert.

00:19:05: Heute erleben wird es noch oder heute haben wir immer noch die Häuserboden gedreht.

00:19:13: Ganz wichtig euer Erkenntnis.

00:19:18: Übrigens war damals auch die Feuerstätte im Mittelpunkt des Lebens.

00:19:22: Wir haben Produkte gefertigt, wir haben Nachungen entsprechend bearbeitet und es kam dann eben auch dazu dass man dachte wir müssen das regelmäßig reinigen.

00:19:32: Wir müssen das pflegen.

00:19:34: Das heißt es war so wichtig als dass man den Unterhalt der Feuerstätte sozusagen mit sehr großer Hingabe betrieben hat.

00:19:45: Ninzehntes bis zwanzigstes Jahrhundert!

00:19:48: Das ist dann schon quasi die modernen Stadt.

00:19:52: Und ja, die Intensivierung der Lebens- und Arbeitsprozesse.

00:19:58: Aber damit auch wieder das steigende Brandrisiko im neunzehnten bis zwanzigsten Jahrhundert.

00:20:05: Denn die Bauwirtschaft bunte neue Bautechnologien kamen anstatt.

00:20:09: Leschtechnik wurde mechanisch aber es gab eben klar eine rassante Brandschutzentwicklung.

00:20:17: Die Brandabwehr durch Menschenkraft war dennoch grenzen gesetzt.

00:20:24: Damals hat man dann verstärkt auf den baulichen Brandschutz gesetzt bzw.

00:20:28: darauf abgezielt und polizeiprägende Brandschuzgesetze waren dann so ab achtundseitzig, führten dann zu einem signifikanten Flächenbrände.

00:20:42: Man hat also gesagt wie müsst ihr die Häuser bauen damit keine Flächen brennen oder damit der Schaden einfach nicht mehr so groß wird?

00:20:59: Es ging dann immer so weiter.

00:21:01: Letzten Endes erwischen, oder können wir ja heute auch noch in dieser Denke was fehlt war aber am neunzehnten bis zwanzigsten Jahrhundert immer noch die Rechtsaufsicht.

00:21:17: das waren rechtmäßiges vorn gebundenes Verwaltungshandeln Aber ein hoheiklicher Verwaltungsakt lag vielleicht noch nicht dahinter.

00:21:30: Was wichtig ist, aus der Baupolizei wurde im neunzehnten bis zwanzigsten Jahrhundert die Bauaufsicht.

00:21:37: All Bauaufssicht war früher Baupolizei.

00:21:41: Übrigens, die Feuerpolizeie war dann überflüssig.

00:21:44: Auch das sind also Entwicklungen, die sich in diesem Jahrhundert festgesetzt haben oder in diesen Jahrhunderten und das war eben die Entwicklung.

00:21:59: Wir hatten Vielleicht auch das kann man noch sagen, wir hatten dort ganz viele Erfindungen die wieder den Brandschutz verbessert haben.

00:22:08: Wir haben gerade gesagt in die Baukürbordinge eingeplant um den Brand Schutz zu verbessern.

00:22:15: aber eben auch die Ausstattung hat sich deutlich verbessert und die Systematisierung der Verwaltung Baupolizeiverordnung gleichbaulöcher Brandschut Feuer, Polizeiverordnung abwehren der Brandschutz.

00:22:35: Freulich Ordnung.

00:22:38: im einundzwanzigsten Jahrhundert werden die Katastrophenschutzgesetze der Länder quasi die Bauordnungen und dort sind wir heute.

00:22:49: das ist quasi der Brand Schütz der Moderne und wir haben auch mit Bauprodukten uns ja Wahnsinnig verbessert schon in diesen Jahrhunderten.

00:23:01: Man hat Feuerschutz-Türen und das Fluch, d. h., man hat ein massives Holzausführung gemacht, hat darauf anderthalb Millimeter Eisenblech beschlagen und hat festgestellt, dass diese Tür schon an einem Feuer gewisse Zeit standhält.

00:23:24: Man könnte also sagen so in der Rennsunderzehn hat man so mit den ersten Brandschutz-Türen experimentiert.

00:23:33: Man hat aus dicken Glasscheiben festgestellt, dass die dem Feuer gewissermaßen eine Weile standhalten.

00:23:42: Man hatte auch mit Hannfeuerlern schon an der Neunzelhundertdreisig experimentiert.

00:23:47: Das waren also chemische... Kann man sich vorstellen wie ein Böller?

00:23:52: So sieht das aus und im Bölle hat man einen Intenzfeuer geworfen auch kaputt gegangen und hat dann in der Ort Löschung durch diese chemischen Inhaltsstoffe versucht.

00:24:06: Wie, in welchem Maß?

00:24:08: Das kann ich leider jetzt nie beschreiben.

00:24:12: Aber auch, Jahrzehntezehn vielleicht das ist ein gutes vorstellbares Beispiel wurde der Wandhydrant erfunden will ich nicht sagen aber war es soweit dass er quasi flächendeckend zur Anwendung gebracht wurde?

00:24:29: Und heute Ja, wir können nur wiederholen.

00:24:33: Wir wollen den Brandschutz reduzieren.

00:24:37: Zumindest ist es mein Eindruck dass das die Gesellschaft gerne möchte um Geld zu sparen.

00:24:47: Ich glaube dass wir gesamtgesellschaftlich auch mehr Tote verkraften.

00:24:55: ich möchte es aber vielleicht an einem Beispiel formulieren wenn wir festlegen, dass wir in der Stadt eben nicht mehr fünfzig fahren.

00:25:07: Sondern siebzig!

00:25:09: Dass wir vor Schulen nicht mehr dreißig fahren sondern fünfzig?

00:25:15: Dann wird es niederzuführen das wir gesamtgesellschaftlich tatsächlich so einen Wandelerleben hinzu massiv vielen Verkehrstoten im Sinne von sich verdreifacht oder dergleichen.

00:25:33: Da glaube ich nicht dran.

00:25:36: Aber wir werden mehr Tote haben, wenn wir siebzig durch die Stadt fahren, wenn über fünfzig vor der Schule fahren statt dreißig, schaffen wir das gesamtgesellschaftlich?

00:25:49: Ich sage ja!

00:25:51: Wenn es aber uns im Einzelnen betrifft, wenn also mein Kind stirbt... Also ich sterbe, weil da jemand mit siebzig in der Stadt angeschossen kommt und ich ihn eben nicht rechtzeitig warninge.

00:26:05: Jetzt könnte man sagen ja die Gesellschaft muss sich sensibilisieren und dann muss ich eben länger gucken oder dann kann ich eben nicht an jeder Stelle über die Straße gehen sondern muss an Stellen gehen wo ich einen weiten Blick auf die Straße habe damit ich den mit siebszig der da angeschossen kommt rechtzeitig sehe.

00:26:22: das kann man machen.

00:26:24: aber wollen wir das?

00:26:26: Wollen wir an dieser Stelle uns tatsächlich verschlechtern?

00:26:29: Und das möchte ich gar nicht beurteilen, aber ich glaube am Beispiel mit dem Brandschutz ist es ganz gut erklärt.

00:26:37: Nichts anderes ist es!

00:26:39: Ja, das Beispiel gefällt mir sehr gut.

00:26:41: bei einem Autofahren da können wir alle mithreden ja?

00:26:43: Da haben wir auch gewisse Ideen und Zeit haben wir sowieso nicht.

00:26:47: Das ist so.

00:26:48: die Priorität und im Brandschuss betrifft mich ja meistens nicht.

00:26:53: Wird schon passend.

00:26:55: Und Thema Baukörper, Bauprodukte... Wir könnten ja sagen Na ja, die Aud als die Fünfzig kamen Haar in der Stadt beschlossen wurde.

00:27:05: Dann gab's da hinten noch die Trommelbremse oder da waren die Bremsen ja viel schlechter!

00:27:11: Heute in den modernen Fahrzeugen haben wir doch ganz tolle Brems, die siebzig sind überhaupt kein Problem.

00:27:17: Können wir im Brandschutz auch sagen?

00:27:19: Als wir die Brandschuz-Gesetze entwickelt haben... Da gab es noch viel schlechtere Bremse.

00:27:28: also lasst uns doch mal die Geschwindigkeit erhöhen.

00:27:34: Ich sage mal die ganz großen Probleme aus deiner Historie, ich nenne das so ein bisschen Zündschnur-Effekt bei den Häusern.

00:27:43: Strohdach und dann jetzt stehen die Giebel aneinander andersrum... Das war ein Quantensprung!

00:27:50: Und jetzt ist man vom Großen in's hundertstel ins tausendste gegangen.

00:27:56: und der Effekt ist ja auch logisch passiert nicht schnell sondern Wenn man heute gegen Rudert, passiert auch nicht sofort was in der Statistik.

00:28:06: Das sieht man erst sehr langfristig.

00:28:10: Spannend ja!

00:28:14: Das war die Geschichte des Brandschutzes.

00:28:17: Lieber Jörg, ich sag mal... ...die Geschichte des Brandschutzes, manche Sachen habe ich schonmal gehört, manchen nicht so im Detail fand ich das spannend.

00:28:25: An dieser Stelle vielen Dank für dann erstmal Ausblick und den Rückblick für die Geschichte eines Brandschutses.

00:28:31: Vielen lieben Dank.

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