#345 Wer will schon mit Wasser löschen? - mit Bogdan Nistor
Shownotes
💧 Wasser löscht Brände seit Jahrhunderten zuverlässig. Aber was, wenn das Löschmittel selbst zum Problem für die Technik wird?
Genau darüber spreche ich in der neuen Folge von „Brandschutz To Go“ von Stephan Wenzel mit Bogdan Nistor von Nistor Consulting.
Im Mittelpunkt stehen Gaslöschanlagen und die Frage, warum Wasser nicht für jedes Schutzobjekt automatisch die beste Wahl ist. Gerade in Rechenzentren, Technikräumen, Archiven, Museen oder bei sensiblen Produktionsanlagen kann es entscheidend sein, Brände zu löschen, ohne wertvolle Technik oder unersetzbare Inhalte zusätzlich durch Feuchtigkeit zu belasten.
🔥 Bogdan erklärt, wie Gaslöschanlagen funktionieren, welche Löschgase eingesetzt werden und warum Personenschutz, Raumdichtheit, Druckentlastung, Rohrnetzberechnung und die Abstimmung mit anderen Gewerken von Anfang an mitgedacht werden müssen.
Spannend ist dabei vor allem: Es geht nicht darum, Wasser gegen Gas auszuspielen. Sprinkler- und Wasserlöschanlagen haben ihre klare Berechtigung. Entscheidend ist vielmehr die Frage: Was soll geschützt werden und welches Löschsystem passt wirklich zu diesem Schutzziel?
🎙️ Eine Folge mit viel Praxiswissen rund um Rechenzentren, technische Anlagen, Planung und die Zukunft der Gaslöschtechnik.
👉 Jetzt reinhören in die neue Folge von „Brandschutz To Go“ von Stephan Wenzel!
Was denkst du dazu: Wo würdest du eher auf eine Gaslöschanlage als auf Wasser setzen? Schreib’s in die Kommentare!
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Transkript anzeigen
00:00:01: Wer will schon mit Wasser löschen?
00:00:03: Zu diesem Kontroversen- und Spannenthema habe ich Bogdanistor von Danistor Consulting in Gehenberg eingeladen, da er sich auf Gaslöschernlagen spezialisiert hat.
00:00:18: Herzlich willkommen im Podcast.
00:00:19: Brandschuss zu go!
00:00:20: Mein Name ist Wenzel Stefan Wenzell.
00:00:21: In der heutigen Podcastfolge geht's um Gaslöschanlagen.
00:00:25: Der Titel –
00:00:26: wer will schon Mit Wasser
00:00:27: Löschen?!
00:00:29: Denn Bogdan Easter kenne ich schon länger und auf den letzten Messen ist er sogar mit einem T-Shirt rumgelaufen.
00:00:34: Da stand der Spruch drauf, und da wurde oft darauf angesprochen!
00:00:37: Da waren wir klar.
00:00:38: – Ich muss Ihnen diese Podcastfolge einladen.
00:00:40: Aber bevor wir ins Thema reingehen, sei hier mal herzlich willkommen in das Interview lieber Bogdan.
00:00:47: Hi Stefan, vielen Dank, dass Sie dabei sein darf.
00:00:50: GrĂĽĂź Dich
00:00:51: Wir starten am besten gleich... ...in das Thema.
00:00:55: Feuer haben wir schon immer mit Wasser gelöscht.
00:00:58: Was willst du uns mit dem Spruch auf deinem T-Shirt sagen?
00:01:02: Der will schon mit Wasser löschen.
00:01:06: Wasser ist seit Jahrhunderts eine wichtigste und effektive Löchmittel überhaupt, daran wird sich es auch nicht ändern.
00:01:14: Mir geht's gar nicht darum was er schlecht zu reden.
00:01:17: Wasser hat absolut seine Berechtigung und is in viele Gebäude genau das richtige Löchmittel.
00:01:23: Aber es gibt Anwendungen, bei denen nicht nur der Brand ein Problem ist sondern auch das Löschwasser selbst.
00:01:30: In bestimmte Bereiche kann das Wasser eine größere Schwede verursachen als die eigentliche Brand.
00:01:37: Gibt's ĂĽberhaupt Bereich in dem Wasser die komplett falscher Wahl ist?
00:01:42: Ja tatsächlich gibt es!
00:01:44: Ein klassisches Beispiel sind Rechenzentren.
00:01:46: dort können schon viele Das sind schon wenige Liter Wasser Schöne für Ursachen, weil Server-Stromleitungen, Stromschienen und andere technische Komponenten sehr empfindlich auf Wasser reagieren.
00:02:02: Das gleiche gilt fĂĽr Archive-, Museum oder Bibliotheken.
00:02:06: Dort geht es oft um Dokumente, Kunstwerke oder Gegenstände die nicht ersetzbar sind.
00:02:13: Auch technische Betriebsräume oder Schaltanlagen sind typische Bereiche, in denen man mit Wasser sehr vorsichtig sein muss.
00:02:20: Ein weiterer Bereich ist der Objektschutz.
00:02:27: Damit meine ich einzelne Maschinen- oder Produktionsanlagen, die innerhalb einer Hale stehen und gezielt geschĂĽtzt werden sollen.
00:02:34: In solchen Fällen kommen z.B.
00:02:37: häufig CO²-Löschanlagen zum Einsatz.
00:02:39: Deshalb beginnt diese Planung eigentlich Mit einer ganz einfachen Frage, was soll hier geschĂĽtzt werden?
00:02:47: Geht es um Gebäude, Menschen, Technik, Produktion oder um Werte die nicht ersetzbar sind.
00:02:55: Erst danach kann man sinnvoll über das richtige Lösch mit entsprechen.
00:03:02: Warum setzt man denn dort keine Sprinkleinlage ein?
00:03:06: Das bedeutet nicht dass Springeranlagen schlecht sind.
00:03:09: Ganz im Gegenteil!
00:03:11: Springeranlagen sind selbst bewährte Systeme, um leistend im klassische Gebäudeschutz hervorragende Arbeit.
00:03:18: Sie helfen dabei, Brände frühzeitig einzudämen, Brandausbreitung zu begrenzen und Menschen sowie Gebäude zu schützen.
00:03:26: Im Rechenzenten sieht man heute allerdings eher Wassernebelanlagen als das als klassischer Springer-Anlagen.
00:03:34: Auch diese Systeme können technisch sehr gut sein.
00:03:36: Der Punkt ist aber... In einem Rechenzentrum möchte ich nicht nur verhindern, dass das Gebäude abbrennt.
00:03:45: Ich möchte auch verhinderen, dass die IT-Infrastruktur durch das Löschmittel beschädigt wird.
00:03:50: Wenn nach einer Auslösung zwar kein Feuer mehr da ist aber Server Elektroverteilungen oder Stromschienen und Feuchtigkeit beschädig worden sind dann habe ich ja trotzdem ein massives Problem.
00:04:03: kommen in solche Bereiche häufig Gaslöschanlagen zum Einsatz.
00:04:07: Nicht weil Wasser grundsätzlich schlecht ist, sondern weil das Schützobjekt dort andere Anforderungen hat.
00:04:15: Kommen wir zu Gaslöschanlage?
00:04:16: Das heißt es erwähnt, erklären uns doch mal wie funktioniert eine Gaslönch-Anlage eigentlich.
00:04:22: Also grob erzählt eine Gasloschanlage arbeitet im Normalfall vollautomatisch.
00:04:27: am Anfang steht immer die Branddetektion.
00:04:30: D.h.,
00:04:31: der Brand wird möglichst früh durch eine Branne der Nage erkannt oft noch bevor zu einer offenen Flamme kommt.
00:04:39: Dadurch steht danach statt der Alarmierung eine inne, es gibt optische und akustische Warnsignale und eine definierte Vorwandzeit.
00:04:48: Diese Zeit ist dafür da dass alle Personen den gesetzlichen den geschützten Bereich verlassen können.
00:04:55: Erst danach wird das Löschgas im Raum eingeleitet.
00:04:58: Je nach Löchmittel Funktionieren die Löchungen unterschiedlich.
00:05:02: Bei Inertgase wird der Sauerstoffgehalt im Raum reduziert, bei chemischen Löchmiten wird stärker eine Verbrennungsprozesse eingegriffen.
00:05:10: Wichtig ist, eine Gastdurchanlage ist nicht nur einfach eine Flasche gefĂĽllt mit Glas und Gas, dahinten steckt eine komplette Sicherheits- und Steuerungskonzept.
00:05:22: Sagen wir mal ganz genau, löscht Gas wirklich ohne Wasser?
00:05:28: Ja tatsächlich tut es!
00:05:32: Gas löscht wirklich ohne Wasser, ja.
00:05:35: Und genau das ist eine der groĂźe Vorteile dieser Technik.
00:05:40: bei Inertgasen wie Stickstoff oder Argon wird die Saustoffgehalt im Raum so weit abgesenkt dass der Brand nicht mehr weiter brennen kann.
00:05:48: Das bedeutet es wird nichts nass.
00:05:50: Die Server Maschinen Archive und elektrische Anlagen bleiben trocken.
00:05:54: Ich mache das an einem Beispiel fest.
00:05:57: Stell dir vor In einer Rechnenzentrum ĂĽberhitzt ein Netzteil und beginnt zu rauchen.
00:06:02: Jetzt wird eine Wassernäbelanlage ausgelöst, das Ergebnis ist vielleicht kein Brand keine offene Flamme aber im Raum herrscht plötzlich sehr höhere Luftfeuchtigkeit und es befindet sich feine Lüfttropchen in Luft.
00:06:16: Die Server laufen in diesem Moment weiter Das heiĂźt die LĂĽfter ziehen diese feuchte Luft durch die Gerette durch und genau dort beginnen das Problem.
00:06:28: Elektronik mit Wasserschaden repariert man in der Regel nicht einfach, beziehungsweise gar nicht.
00:06:33: Oft müssen Komponenten komplett ausgetauscht werden und es geht ja nicht nur um Server in solche Räume sondern dort befinden sich auch Elektroverteilungen, Stromschienen andere technisch Anleimen die ebenfalls Furchtigkeit nicht mögen.
00:06:48: Bei einer Gastoschanlage habe ich diese Problem nicht.
00:06:52: Der Brand wird gelöscht aber die Technik bleibt trocken.
00:06:57: Jetzt hast du schon von Löschgasen gesprochen.
00:07:00: Gib uns mal einen Überblick, welcher Löschgase gibt es überhaupt?
00:07:05: Grundsätzlich kann man die Löchgase in drei Gruppen einteilen.
00:07:09: Die erste Gruppe sind die Inetzgase.
00:07:11: dazu gehören zum Beispiel Stickstoffargon oder nicht Gase wie IG-Fünffünfzig und IG-Vierneins.
00:07:19: Diese Gase löchen, indem sie den Sauerstoff gehalten, im Raum reduzieren.
00:07:23: Sie werden sehr häufig in Richtenzentren Technikräume und ähnliche Bereiche eingesetzt Und haben sich so auf dem Markt etabliert.
00:07:32: Die zweite Gruppe ist CO².
00:07:34: Hier gibt es Hochdruck und Niedeldruckangalen.
00:07:38: CO² wird besonders häufig in industrielle Anwendungen oder im Objektschutz eingesetzt, also zum Beispiel bei Maschinenproduktionsanlagen und Hertebecken.
00:07:48: Die dritte Gruppe sind chemische Löchmittel z.B.
00:07:53: FK-Fünf-Einzwölf.
00:07:54: Diese Systeme benötigen weniger Platz und werden oft in kleiner IT-Bereiche oder Serverräume eingesetzt.
00:08:01: Also welche Löchmittel am Ende eingesetzt wird?
00:08:04: Hängt ja immer von den konkreten Projekten ab.
00:08:09: Es gibt nicht das perfekte Lösch mit der für alles.
00:08:13: Sag mal, es wird auf einen Punkt gebracht!
00:08:15: Warum gibt es überhaupt verschiedene Löschgäste?
00:08:19: Ja, das ist... ich erkläre es einfach.
00:08:21: Weil jede Gebäude und jedes Schutzobjekt eine andere Anforderung hat.
00:08:26: In einem Projekt steht vielleicht der Personenschutz besonders im Vordergrund in ein anderer Projekt geht es um hochwertige Technik, Produktionssicherheit oder um sehr hohe VerfĂĽgbarkeit.
00:08:35: Dann spielen natĂĽrlich die Themen wie Platzbedarf, RohrleitungsfĂĽhrung, Kostenwartung aber auch die Umweltaspekte eine Rolle.
00:08:44: Deshalb gibt es kein universeller Löschmittel, das immer passt.
00:08:49: Ein gutes Beispiel ist CO² für Produktionsmaschinen oder Härtebecken.
00:08:55: Dort wird CO² häufig eingesetzt und das bringt bestimmte Vorteile mit sich.
00:09:02: Beim Austritt aus der Düse fällt die Druck schlagartig ab.
00:09:06: ein Teil des flüssiges CO² verdammt sofort Ein anderer Teil kann zu einem feinen CO² Schneepartikeln bzw.
00:09:14: trockeneis werden.
00:09:15: Diese Vorgang entzieht sich an der Umgebung sehr viel Wärme, dadurch entsteht ein starker Kühleffekt, der gerade bei heißen Oberflächen oder bestimmten industriellen Anwendungen sehr hilfreich sein kann!
00:09:27: Die Hauptwirkung von CO-II ist trotzdem die Sauerstoffverdrängung.
00:09:31: Der Kühleffekt ist eine zusätzliche Wirkung, die jener Anwendung sehr nutzig sein kann.
00:09:36: Genau deshalb muss man sich jedes Projekt einzulein schauen.
00:09:41: Erklär uns dann mal – ich ahne schon ein bisschen die Antwort.
00:09:43: aber sind Löschgase für Menschen eigentlich gefährlich?
00:09:48: Das ist wahrscheinlich die höchstlichste Frage, die mir gestellt wird und ich finde, man sollte auch darauf ehrlich antworten ja Löschgase können für Menschen gefährlich sein, wenn Sicherheitsmaßnahmen nicht eingehalten werden.
00:10:00: Deshalb haben Gastdurchverlagen sehr umfangreiche Sicherheitskonzepte.
00:10:04: Von einer Auslösung gibt es immer eine Alarmierung.
00:10:07: das heiĂźt optische und akustische Signale waren alle Personen im geschlĂĽsselten Bereich.
00:10:11: Zusätzlich gibt es eine definierte Vorwandzeit damit der Raum verlassen werden kann.
00:10:19: Der Raum muss vor der Flussung geräumt sein.
00:10:22: Außerdem gibt es ja klare Norden, Vorgaben und Gefährdungsklassen.
00:10:27: Diese Dinge werden nicht nach GefĂĽhl entschieden, sondern mĂĽssen geplant, berechnet oder dokumentiert werden.
00:10:33: FĂĽr mich ist ganz einfach eine Gastdurchanlage darf nie nur auf Sicht der BrandstĂĽtze betrachtet werden.
00:10:39: Der Personalschutz gehört immer genauso dazu.
00:10:43: Lass uns mal ein bisschen in die Praxis geben.
00:10:46: was passiert nach einer Gasauslösung?
00:10:50: Nach einer Gassauflösung wird zurzeit geprüft, zuerst geprügt wo durch die Aussaisungen verursacht wurde.
00:10:58: War das ein echter Brand?
00:11:00: War es eine technische Defekt oder gab es einen anderen Ursache?
00:11:04: Danach wird der Raum kontrolliert und belĂĽftet.
00:11:07: erst wenn der Bereich wieder sicher betreten werden kann beginnt die weitere Analyse.
00:11:12: AnschlieĂźend wird die Anlage ĂĽberprĂĽft.
00:11:15: Dazu gehört auch, dass das Löschmittel wieder aufgefüllt wird.
00:11:18: Bei größere Anlagen gibt es häufig eine Reserve bzw.
00:11:21: Reservemenge, Reserveflaschen die vor Ort ständig an das Rohrreitungsnetz angeschlossen sind damit der Schutz möglichst schnell wieder hergestellt werden kann.
00:11:30: Trotzdem eine Auslösung.
00:11:33: natürlich ist kein alltägliche Vorgang.
00:11:36: danach muss sauber geprüft werden ob die Anlage wieder vollständig betriebsbereit ist.
00:11:42: Erst wenn das bestätigt ist, geht das System wieder in den normalen Betrieb.
00:11:48: Wir haben schon verstanden eine Gaslöschanlage ist wesentlich aufwendiger.
00:11:52: aber ist eine Gas löschanlage immer besser als eine Sprinklanlage?
00:11:58: Ganz klar nein und ich glaube genau das ist ein wichtiger Punkt.
00:12:03: Eine Gaslöschanlagen ist nicht besser als seine Sprinkleinlage weil die Systeme verfolgen unterschiedliche Ziele.
00:12:10: Sprinklanlagen und Wasserlöschanlagen sind hervorragend, wenn es um Gebäudeschutz, Personenschutz oder die Begrenzung der Brandausbreitung geht.
00:12:20: Gastlöscheanlagen kommen eher dort zum Einsatz, wo hochwertige Sachwerte, Technik, Daten oder Produktionsanlagen geschützt werden sollen und wo Wasserschäden vermieden werden müssen.
00:12:33: Sollte man diese Systeme nicht gegeneinander ausspielen?
00:12:36: Es geht nichts darum, besser oder schlechter.
00:12:38: Es geht da drum!
00:12:39: Welches System zu jeweiliger SchĂĽtze beobachtet?
00:12:44: Wir alle wissen es beginnt immer bei der Planung.
00:12:47: Was sind aus deiner Sicht die häufigsten Fehler an einer Gaslöschanade?
00:12:53: Aus meiner Sicht als Planner entstehen die meisten Probleme nicht dadurch dass sich Technik schlecht ist.
00:13:02: Die Probleme entstehen meistens in der Sicherheits- und Schnittstellekoordination.
00:13:09: Ein typischer Thema ist ja die Raumdichtheit, eine Gaslöschenanlage funktioniert nur dann richtig wenn das Glöschgas lang genug im Raum gehalten werden kann.
00:13:17: nach VDS Anforderungen sind mindestens zehn Minuten.
00:13:21: ein anderer häufiger Punkt ist die Druckenlastung Wenn Gas im Raum eingeleitet wird anstatt einen Druckanstieg.
00:13:28: diese Druck muss kontrolliert abgefĂĽhrt werden.
00:13:31: Dann gibt es das Thema Rohrnetzberechnung.
00:13:34: Die Löschmittelmenge muss in vorgesehene Zeit an den richtigen Stellen ankommen und natürlich gibt es viele Schnittstellen, Brandmeldernlagen, Lüftungsanlage, Türen, Klappen, Zutrittskontrolle- und Gebäudetechnik usw.
00:13:51: Und wenn diese Dinge nie sauber geplant und abgestimmt werden kann auch die beste Anlage später Probleme machen.
00:13:58: Ich sehe schon, dass ist aufwendiger!
00:14:01: Nimm uns mal mit, wie wichtig ist die Planung einer Gastdurchanlage?
00:14:06: Die Planung ist entscheidend.
00:14:07: Eine GastdĂĽrchanlage besteht eben nicht nur aus Flaschen, Rohren und DĂĽsen.
00:14:11: Das ist nur der sichtbare Teil.
00:14:13: Da hinten stehen Berechnungen Nachweise und viele Abstimmungen mit anderen Gewerken.
00:14:19: Der Raum muss dicht genug sein, die Haltezeit muss nachgewiesen werden.
00:14:23: Das Rohrnetz muss berechnet werden.
00:14:24: Die Druckerlassung muss passen und die Brandmelderanlage muss richtig angesteuert werden.
00:14:29: Und die LĂĽftung muss ebenfalls im Ernstfall korrekt reagieren.
00:14:32: Man merkt also eine gastrische Anlage ist ein Gesamtsystem.
00:14:35: Je besser dieses System geplant ist, desto zuverlässiger funktioniert es im Ernestfall.
00:14:42: Wir sehen schon alles klar.
00:14:44: Bogdan du bist ja schon länger im Business beim Thema unterwegs.
00:14:47: Was war denn so ein spannendes Projekt?
00:14:51: Ja, ich erinnere mich an ein Projekt im Wohnen.
00:14:54: Damals war ich noch als Projektleiter tätig und wir haben eine Gassoschanlage für einen sehr großen Rechenzentrum Betreibererrichtet.
00:15:02: Die besondere Herausforderung war die komplette Löschmittelmenge in der vorgegebene Zeit den Schutzbereich zu bekommen.
00:15:09: Wir haben ja ungefähr achtzig Stück hundertvierzies Liter Flaschen im Einsatz gehabt Rohrleitungen, die in Achtzig in den Löschbereich gebracht werden.
00:15:25: Das ging im ersten Moment vielleicht einfach.
00:15:27: Man stellt Flaschen auf, verlegt Jury und löst aus.
00:15:31: In der Praxis ist aber deutlich komplexer bei längeren Rohr- leitungswegen viele Bügen und hohe Löchmittelmengen kann man hydraulisch schnell an Grenzen.
00:15:43: Ich habe bei diesem Projekt sehr viel darĂĽber gelernt, wie stark RohrleitungsfĂĽhrung und Druckverluste die Anlage beeinflussen.
00:15:50: Und gleichzeitig, dass ca.
00:15:53: vierzig Gasflaschen in eine DNAC-Zuleitung in richtige Zeit nämlich hundzwanzig Sekunden im Raum reingebracht werden kann.
00:16:04: Über vierzig Flaschen verlängert sich derzeit mit jede weitere Flasche, die jemand einbringt.
00:16:11: von mehrer Tonne Stickstoff innerhalb einer kurzen Zeit, dass durch das Rohrnetz in den Raum eingebracht werden mĂĽssen.
00:16:19: Solche Prozesse zeigen einem sehr deutlich eine gastrische Anlage ist keine einfache Installation.
00:16:24: da steckt sehr viel Planung und Erfahrung nach hinten.
00:16:29: Ich sag mal es entwickelt sich ja alles weiter.
00:16:32: also Technologie entwicklt sich weiter und so denke ich auch mal die Gaslöschthechtik.
00:16:37: Wohin entwickelt sich das Ganze weiter?
00:16:40: Gebt uns mal einen Ausblick!
00:16:43: Ich glaube, die Gastronomie wird in Zukunft noch wichtiger.
00:16:46: Aber auch anspruchsvoller.
00:16:48: Durch die Digitalisierung entstehen immer mehr Rechenzentren.
00:16:51: Gleichzeitig steigen die Anforderungen fĂĽr FĂĽhrbarkeit.
00:16:54: Viele Unternehmen können heute kaum noch längere Ausfallzeiten leisten.
00:16:59: und genau darum geht es um Rechenzentren, die Ausfallzeit zu reduzieren.
00:17:05: Batterieräume, Energiespeicher und neue technische Anwendungen bringen zusätzliche Herausforderung mit.
00:17:10: Dazu kommen Themen wie Nachhaltigkeit, Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit.
00:17:16: Löschmittel, Platzbedarf, Wartung und Betriebskosten werden immer genau betrachtet.
00:17:20: Ich glaube deshalb dass Brandführerkehren und Steuerungstechnik und Löchanlagen in Zukunft noch stärker zusammenwachsen werden.
00:17:27: Es geht nicht darum, einen Brand zu löschen.
00:17:29: Es geht darum, ihn möglichst früh zu erkennen, gezielt zu reagieren und Schälen so gering wie möglich zu halten.
00:17:36: Bogdan wir sind so ein bisschen auf der Zielgraden!
00:17:40: Wenn da was uns an Zuhörer mitgeben möchten... Was würdest du ihnen heute sagen?
00:17:47: Stefan ich wĂĽnsche mir das Brandschutz nicht nur als gesetzliche Pflicht gesehen wird.
00:17:53: Gute BrandschĂĽsse schĂĽtzt Menschen, Sachwerte Technik und am Ende auch Unternehmen.
00:17:58: Und dafür gibt es nicht das eine beste Löschsystem.
00:18:03: Es gibt immer nur das passende Löchsystem für die jeweilige Anwendung.
00:18:07: Gerade aus der Sicht von Resinzentren kann man die Frage also durchaus stellen, wer will schon mit Wasser löchen?
00:18:14: Aber die eigentliche Botschaft dahinten ist... Man muss zuerst verstehen was geschĂĽtzt werden soll.
00:18:21: Erst danach entscheidet man ob Wassergass oder ein anderer System die richtige Lösung ist.
00:18:29: Das war die heutige Podcastfolge mit Bogdanista, wer will schon mit Wasser löschen?
00:18:34: Vielen Dank fĂĽr deine Expertise.
00:18:36: Danke fĂĽr die
00:18:38: Zeit!
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