#356 Brandschutz im Bestand – Spannungsfeld zwischen Planung und Genehmigung - mit Tobias Hugger
Shownotes
Wie viel Spielraum braucht guter Brandschutz im Bestand? 🏢🔥
Gerade bei Bestandsgebäuden gibt es selten nur eine einzige richtige Lösung. Entscheidend ist, Schutzziele, vorhandene Bauteile und die konkrete Nutzung sinnvoll zusammenzubringen.
In der neuen Folge von „Brandschutz To Go“ von Stephan Wenzel spricht Stephan mit Tobias Hugger über das Spannungsfeld zwischen Planung und Genehmigung.
Tobias ist Geschäftsführer der BBGA GmbH, zertifizierter Sachverständiger für Brandschutz nach DIN EN ISO/IEC 17024 und kennt die Herausforderungen aus der Praxis ganz genau.
Im Gespräch geht es unter anderem darum, warum ein fachlicher Dialog mit Behörden so wichtig ist, weshalb gute Lösungen nicht automatisch durch höhere Anforderungen entstehen und wie Planer, Sachverständige und Bauaufsicht gemeinsam zu nachvollziehbaren, schutzzielorientierten Lösungen kommen können.
Besonders spannend: Gerade im Bestand können kurze Abstimmungen oft mehr bewirken als lange Schriftwechsel. Wenn alle Beteiligten offen diskutieren, fachlich argumentieren und auch bereit sind, die eigene Einschätzung zu hinterfragen, entsteht am Ende häufig die bessere Lösung. 🤝
Eine Folge über Fachlichkeit, Kommunikation und die Frage, wie moderner Brandschutz im Bestand lösungsorientiert funktionieren kann.
Jetzt reinhören in die neue Folge von Brandschutz To Go! 🎧
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Transkript anzeigen
00:00:00: Brandschutz im Bestand.
00:00:02: Wir reden heute über das Spannungsfeld zwischen Planung und Genehmigung.
00:00:08: Eingeladen habe ich in dieses Interview Tobias Huga, denn er hat ein Büro für Brandschuß und ist zusätzlich natürlich zärtiger Sachverständiger für BrandSchuß also der richtige Ansprechpartner.
00:00:19: tipt dieses spannende Thema wenn dich das interessiert da bleibst du heute besser dabei.
00:00:29: Herzlich willkommen im Podcast Brandschuss zu Go.
00:00:31: Mein Name ist Wenzel Stefan Wenzl, in der Holding-Podcast-Folge geht es um Brandschutzenbestand.
00:00:37: ein riesiges Thema.
00:00:39: ich glaube da könnte man nie aufhören Geschichten zu erzählen.
00:00:43: eingeladenes Interview habe ich in Tobias Hoeger weil das Spannungsfeld zwischen Planung und Genehmigung das bietet viel viele Perspektiven viele kontroversen Ideen und Themen.
00:00:54: aber da rede ich heute mit dem Experten.
00:00:55: darum sage ich erstmal herzlich Willkommen im Interview lieber Tobias
00:00:59: Anna-Stefan, schön wieder dabei zu sein.
00:01:02: Sehr sehr gerne!
00:01:04: Wollen wir gleich einsteigen Tobias?
00:01:06: Du plans Brandschutz auch im Bestand.
00:01:09: Da geht es selten nur um reine Rechenwerte Sondern um Auslegung und Kommunikation.
00:01:15: Wann wird aus einer fachlichen Diskussion mit der Behörde ein echtes Problem?
00:01:23: Gute Frage.
00:01:24: Ich sage immer dann, wenn die Diskussion nichts stattfindet.
00:01:27: Weil gerade im Bestand habe ich viel Auslegung, viel Spürraum.
00:01:32: Ich hab nicht immer das aktuelle Recht, dass sich ansetzen kann.
00:01:38: Ich muss mit den bestehenden Bauteilen umgehen und da heißt es einfach, man muss gemeinsam reden abwählen, die Schutzziele entsprechend in den Blick behalten.
00:01:50: Das eigentliche Problem beginnt eben dann, wenn die Prüfung nur häppchenweise stattfindet.
00:01:57: Wenn eben keine Abstimmung zu den getroffenen Auslegungen Konzeptionen stattfindets und kritisch wird es immer dann, dass eigene Planungsideen in der Genehmigung eingebracht werden, die ein bisschen versuchen dieses Ursprungskonzept vom Planner zu überschreiben.
00:02:19: Und man muss ja fast sagen, solange fachlich gestritten wird.
00:02:23: So nenne ich es immer ganz gut.
00:02:26: Man darf sich da halt mal streiten, fachlos machen wir unter den Brandschutzplanern und Brandschutzerachverständigen im Prinzip gleich.
00:02:33: Aber wir diskutieren immer wieder über Ansätze.
00:02:36: Wir stellen fest, dass gibt eben sehr viele Lösungen die dann entsprechend zum Ziel führen.
00:02:41: Ja wenn man halt dann, wenn nicht mehr geprüft wird sondern selbst geplant wird, dann wird's tatsächlich zu einem Problem.
00:02:49: Kann es nicht vielleicht auch sein, dass die Behörde vielleicht auch gründlicher ist als du und dann etwas gesehen hat was du übersehen hast?
00:02:59: Ja das wäre doch wünschenswert.
00:03:01: Also ich bin dankbar über Rückmeldungen von der Genehmigungsbehörde.
00:03:07: Ich glaube ich darf mich rausnehmen, dass ich fehlerfrei bin.
00:03:10: Ich glaube das kann keiner von sich behaupten.
00:03:13: aus meiner Sicht ja... Ist das nicht darstellbar zu sagen Wir sind alle fehlerfrei.
00:03:19: So gut wir sind oder denken so gut sein zu müssen, wie auch immer, sind wir nie fehlerfreie und natürlich sind wir dankbar wenn im Genehmigungsprozess tatsächlich ein Fehler gefunden wird.
00:03:34: Es gehört dazu einer guten Fehler Kultur aus meiner Sicht hinzu.
00:03:37: Man lernt ja auch daraus aber es muss halt eben beide Seiten diese Offenheit haben die Fehlerkultur leben Und da ist gründlich mit Dialogbereitschaft aus meiner Sicht die gute Behörde.
00:03:55: Du, man hört von dir immer wieder dass die meisten Behörden ja sicherlich gut arbeiten!
00:04:00: Warum betontest du das so?
00:04:02: und wo liegt dann der Unterschied zu denen?
00:04:04: Ich sag mal einfach mit denen es hakt.
00:04:08: Ja also man muss schon sagen dass sehr viele also wirklich sehr sehr viele unterbausichtsbehörden tatsächlich lösungsorientiert arbeiten, den guten Dialog führen mit dem Planer und den Entwurfsverfassern.
00:04:24: Und ich glaube so dieses lösung orientierte Denken hilft ja im Prinzip allen am Bau beteiligt, sei es der Entwursforfaßersplanungsteam oder Brandschutzplaner.
00:04:37: Fertiger Streit beide Lärm voneinander!
00:04:39: Beide suchen nach der besten Möglichkeit, nach der besten Lösung Und wenn die dann gefunden wurde, ist das auch für alle Beteiligten nachvollziehbar unakzeptabel was denn tatsächlich für eine Lösung getroffen wurde.
00:04:53: Klar sich vielleicht nicht immer die Wunschlösung des Medaursverfassers oder des Bauern manchmal geht es halt nicht anders.
00:05:02: aber der Unterschied macht da eben nicht den Fleiß sondern die fachliche Tiefe und die Dialogbereitschaft von allen.
00:05:08: Und man merkt eben die, die dann überfordert sind mit dem Thema Brandschutz.
00:05:13: Die fordern lieber ein Stück mehr als zu wenig oder antworten erst gar nicht und es soll kein Bashing sein.
00:05:21: aber für uns ist einfach so ein bisschen die Erfahrung die wir gesammelt haben über den letzten Jahre.
00:05:29: diejenigen die nicht in dieses fachlichen Austausch gehen oder überhaupt keinen Dialog führen, teilweise überhaupt gar keine Abstimmung mit uns wollen.
00:05:40: Das sind eben die einzelnen Sachbearbeitungen, die nicht tief in der Materie drin sind und die einfach dann narken wenn sie klar mit einem erfahrenen Brandschutzplaner- oder Sachverständigen ins Gespräch gehen.
00:05:51: als Fan vielleicht ein Stück weit.
00:05:53: die Argumentation ist ja auch nicht schlimm.
00:05:57: Uns würde es manchmal schon helfen wenn wir uns sagten ich habe an dieser Stelle Bauchweh und da könnten wir das zumindest erklären.
00:06:05: auch erklären können wir, wenn... aber als auch schon ab und zu mal gehabt.
00:06:09: Wenn der Behörde einfach formell was fehlt in der Beschreibung?
00:06:13: Wir sind keine Juristen!
00:06:14: Wir sind kein Verwaltungsfach angestellt.
00:06:18: Das heißt, wir wissen nicht, was vielleicht im Einzelnen fehlt, dass sie eine Genehmigung ausstellen kann und das ist natürlich oft ein Dialog.
00:06:27: Auch wenn es vielleicht mal klein nicht klingen mag.
00:06:29: trotzdem braucht auch die Behörden Einzelne Formulierungen, die eben dann zu einer Genehmigung führen kann.
00:06:38: Du wisst es du das also?
00:06:39: Ich sage mal einfach jetzt erst bei der Statik da diskutiert niemand mit dem Statiker.
00:06:45: Beim Brandschuss ist das anders Da reden gefühlt alle mit.
00:06:49: Woran liegt denn das eigentlich?
00:06:52: Ich bin kein Tragworksplaner, ich gehe da einfach so durch die Erfahrungen, die ich eben sehe.
00:06:57: Die Statik ist im Prinzip ein Berechnungsvorgang und ist so ein Stück weit vielleicht auch nachvollziehbar.
00:07:04: Zudem prüft der Prüfstatiker die Statik nochmals nach was wir jetzt in Baden-Württemberg, Brandschutz und bestattendem Sonderbau gar nicht vorfinden.
00:07:17: bei uns gibt es die Struktur, der Prüf, Ingenieure, Prüfsachverständigen nicht.
00:07:23: Das heißt es gibt so diese zwei Welpen einmal den Brandschutz auslegt und ein Stück weit dann schutzzielorientiert argumentiert.
00:07:35: Ja das finde ich also in der Statik an der Form Nicht-Start da habe ich ja tatsächlich das Bauteil im rechnerischen Vorgang dahinter vielleicht eine Simulation aber das hab' ich jetzt so im Brandschuzz nicht Vorrangig.
00:07:45: Natürlich gibt es da auch Simulationen zu Räumung und zu Burgteil, wie sie dann sich verhalten im Brand.
00:07:53: Da ist das dann wieder vielleicht ähnlich zu sehen.
00:07:56: aber die reine Konzeption oder die reinen Bewertungen von einem Bestandsgebäude oder vom Neubau oder dem ungeregeltem Sonderbau hat Schutzzielbezug, hat entsprechende Auslegung.
00:08:11: Und so ist eben dieser Spielraum wo sich mancher trauten Urteil zu fällen, die es vielleicht in der Regelung sogar nicht gibt.
00:08:20: So ist eben so mein Job auch wenn er triggert immer wieder mich selber zurückzunehmen und wieder zu den Schutzzielen zu finden sachlich bleiben und dann eben überzeugen und versuchen die Lösung durchzusetzen.
00:08:35: Es geht nicht darum recht zu haben sondern eben Schutzziel orientiert die Lösungen zur Konzeptionieren.
00:08:44: Tobias, du sagt schon mal ganz gern.
00:08:46: Manche Behörden fordern lieber zu viel statt so wenig in der Wahrnehmung aus Angst zu wenig gefordert zu haben.
00:08:56: Woran machst Du das fest?
00:08:59: Ja es gibt eine kleine Komfortzone da füllt man sich sicher und dieses Mehrfördern unterstelle ich jetzt einfach für ein bisschen mehr Sicherheit.
00:09:11: dann habe ich mir zunächst nicht zu wenige fordert.
00:09:14: Wer die Materie Brandschutz beherrscht, es gibt viele unsere Bausichten.
00:09:21: Die sind da ganz gut drin.
00:09:22: Sie sichern sich nicht über mehr Anforderungen ab und suchen mit uns eben die Lösung auf den Niveau wo sie auch der Gesetzgeber haben möchte.
00:09:32: Und diese hat eben nicht so sicher beherrschend oder vielleicht nicht zu tief drinnen stecken.
00:09:36: Die sichern dann eher über die Mehranforderung ab und verlassen die Komfortzone ein Stück weit ungerner.
00:09:45: Erkennbar daran für mich, wenn die Forderung keinen Schutzzielbezug hat.
00:09:49: Wenn man einfach sagt naja ich möchte es jetzt eben so haben weil keine Ahnung oben dem Grund der aber nichts mit Kontext bei Recht zu tun hat oder eben Regelungstexte so lang nach oben hin auslegt Wo es dann einfach nicht mehr nachvollziehbar wird für uns Planer, weil's auch Risiko und so eine Nutzung überhaupt nicht mehr dazu passt.
00:10:13: Einfach um dieses höhere Argumente Nachforderungen durchzusetzen.
00:10:18: Da fällt ein bisschen der Bezug zwischen Objekt-Nutzung.
00:10:23: Der Bezug ist dann ein Stück weit weg Und dann hat er wieder zurück, es gibt keinen Abstimmungstermin.
00:10:29: Es gibt im Bestand Pauschal Forderungen, die einfach gegen das aktuelle Recht gehalten werden.
00:10:34: Das macht's für uns dann einfach schwierig.
00:10:37: Natürlich keine Bösewilligkeit vielleicht Vorzicherung wo man sich selber ein Stück weit absichert aber ich kommt halt nicht tatsächlich zur Lösung.
00:10:48: Du unterstellst also schon an wenig... Ich sag mal das Wort Angst.
00:10:54: Könnt es nicht vielleicht auch Sorgfalt sein und du legst es nur negativ aus?
00:11:00: Vielleicht, ich kann nicht in die Köpfe derjenigen schauen.
00:11:05: Für mich ist die Begründung dann die Grundlage.
00:11:07: das heißt wenn die höhere Anforderungen eine saubere Begründen erfährt und für uns dann auch so ein Stück weit was des Baurecht- und Brandschutz anbelangt nachvollziehbar ist Wenn halt keine Forderung mit Schutz zieht, es hoch keinen Abstimmungstermin stattfindet.
00:11:25: Hab's dann noch ein Zeichen von Zorgfalt aus meiner Sicht den sucht, den dialog und weicht der Unsicherheit ein Stück weit aus?
00:11:34: Okay!
00:11:35: Dann ist das vielleicht doch kein Einzelfall, sondern offensichtlich eher Systemen.
00:11:39: Worauf schlitz du das?
00:11:42: Ja, gab´s zwanzig-einezwanzig in Baden-Württemberg eine Untersuchung des Normenkontrollrats der den Vollzug in den unteren Baufsichten untersucht hat.
00:11:52: Man zog grad zweihundert sieben untere Baufssichten, wo man feststellt hätte das teilweise mit Brandschutz die unteren Bausichten zu überfordert werden.
00:12:05: Manche Punkte zu komplex und vielleicht auch in der kurzen Zeit, in der sich eine untere Baufsicht mit einem Bauantrag mit dem Brandschutzkonzept auseinandersetzen kann.
00:12:17: Es gab dann gute Lösungsvorschläge, viele Lösungsforschläge die ich dich ganz gut fand.
00:12:23: Und der Gesetzgeber hat ja auch schnell reagiert.
00:12:25: also stichwort schnelleres Bau und es gibt mit Baden-Württemberg.
00:12:27: Es gab eine Welle über den LBO aber der Vollzug hängt schon noch hinterher.
00:12:35: Jetzt sagst du das Ding ist von two-tausend-einzwanzig.
00:12:39: Du ein Gutachten von zwei tausend einswanzig!
00:12:42: Ist das nach der LBO?
00:12:46: Kalter Kaffee und überholt?
00:12:48: Könnten wir meinen, ist aber tatsächlich das Gegenteil.
00:12:52: Robert Ginovelli bestätigt so ein Stück weit den Befund von damals und setzt auch vieles schon um.
00:12:58: Das Gesetzgeber hat reagiert – das Problem ist ja real!
00:13:03: Was fehlt eigentlich noch?
00:13:04: der vollzugende Fläche?
00:13:06: Viele der Lösungsvorschläge betreffen hauptsächlich Organisationen, Abstimmungstermine, ein bisschen Termincontrolling die Aus- und Weiterbildung der unteren Bauaufsichten.
00:13:21: Das Gesetz kann es nicht von heute auf morgen umsetzen, das ist klar!
00:13:25: Wir selber als Planer nehmen mittlerweile in den Bildungsträgern selbst Teil, um einfach so ein bisschen zu verstehen wie werden die unteren Bauchssicht mit dem Bezug zur Brandschutz fort und weitergebildet?
00:13:39: Und die Ansätze sind wirklich gut.
00:13:41: also das sind im Prinzip mittlerweile höhere Beamte, die aus anderen Bauaufsichten in Schulen zu Brandschutz im Bestand.
00:13:55: Und man stellt schon fest der Wille des Gesetzgebers geht in die richtige Richtung.
00:14:00: jetzt braucht es eben noch die Fläche.
00:14:04: Ich finde du bist ein Wahrheit auch schon ziemlich fair.
00:14:07: Du nimmst ja auch deine eigene Zunft in die Pflicht also die Plane und Gutachter.
00:14:12: Aber sag mal wie ehrlich meinst du das?
00:14:15: Ja, sehr ehrlich.
00:14:17: Mein der Bericht wenn man den liest der nimmt nicht nur die unteren Bauaufsichten ins Visier sage ich jetzt mal einen Fokus sondern natürlich auch uns planern.
00:14:25: da müssen wir uns alle an die Nase erhalten.
00:14:28: es reicht nicht dass wir einmal irgendwo ein Studium oder eine Weiterbildung absolviert haben.
00:14:33: Ich selbst bin regelmäßig auf Fortbildungen.
00:14:38: Es geht fast kein Monat durch wo ich nicht irgendwo in einer Fortbildung weiter Bildung und Brandschütztag wie auch immer sitzt.
00:14:45: Und man merkt einfach, es ist extrem wichtig nicht nur die Inhalte dann der Ausbildung sondern der Austausch mit unteren Bauaufsichten.
00:14:55: Die auch da teilnehmen als auf mit uns Wandschutz Kollegen und so.
00:14:59: das alles in Summe gibt auch für uns die Pflicht als Planner ja einfach am Ball zu bleiben.
00:15:11: Da müssen wir auch immer selbstkritisch sein Uns gegenüber, wir sind jetzt vorhin schon gesagt nicht fehlerfrei.
00:15:18: Aber das müssen wir uns eingestehen.
00:15:20: Das heißt, wir können nicht dann nur wenn man feststellt haben mehr im Fehler diesen Fehler durchdrücken sondern da müssen wir halt auf dem Planungsteam mal hinstellen sagen sorry habe ich übersehen wie auch immer oder hab ich falsch eingeschätzt und dann gehen wir halb ein Stück zurück und rassen die Forderungen an.
00:15:40: so passiert es eben auch dass sich Mal zu viel fordern oder der Architekt mich nochmal hinterfragen lässt und dann korrigiere ich mich.
00:15:51: Hast du für uns mal ein konkretes Beispiel, an dem man dieses, wie du es gesagt hast, lieber mehr fordern festmachen könnte?
00:15:59: Ja also tatsächlich hatte ich erst kürzlich eine Bewertung für eine Ganztagesbetreuung.
00:16:05: ist das so ein bisschen auch politisch gewollt ein Stück weit dass die Kommune die Ganztagsbetreuungen sicherstellen muss.
00:16:12: Das ist im Bereich von der Grundschule Ein relativ kleiner Anbau, ein ländlicher Bereich.
00:16:20: Kleine Nutzungseinheit, kleiner, vierhundert Quadratmeter Rettungsweg, kleiner fünfunddreißig Meter und hat einen direkten Ausgang ins Freie.
00:16:29: Und die Unternehmeraufsicht fordert mit der Begründung dass da Kinder drin sind im zweiten baulichen Rettensweg.
00:16:36: grundsätzlich so würden sie das machen.
00:16:38: und es ist für mich so zu pochal Wenn ich jetzt annehme, ich habe eine Kindertagesstätte mit Kindern von einem bis sechs Jahren.
00:16:49: Da brauche ich tatsächlich eine sehr gute Möglichkeit an Flucht und Rettungswegen.
00:16:57: Und dann ist es auch so diese... Dieses Rauskommen, bestenfalls direkt aus den Räumen, völlig nachvollziehbar.
00:17:04: Wenn es das nicht gibt dann auch natürlichen zweiten baulichen Rettungsweg.
00:17:08: Eine Ganztagesbetreuung von Schüler von sechs bis elf Jahren unterstelle ich schon dass die bei aller Art Signal des Gebäude eigenständig nicht eingeschränkt verlassen können.
00:17:21: In der Pause funktioniert es auch.
00:17:23: Die Pause führt dazu, dass eine Schule relativ schnell geräumt ist, weil sie etwa fünf Minuten verstreichen.
00:17:30: Von daher ist diese Betrachtung und die Begründung dann nahvollziehbar.
00:17:36: Braucht aus meiner Sicht keinen zweiten baulichen Rettungsweg?
00:17:39: Die Diskussion hat geführt, dass ich den Gesetzgeber nachgefragt habe, der das bestätigt, dass die Auslegung so korrekt ist aber... eben so diese Begründung wiederhergestellt.
00:17:51: Na ja, nach § Thirty-Einz könnte man was fordern.
00:17:56: aus meiner Sicht noch nicht erlegbar weil die Rahmenbedingungen das Gesetze grundsätzlich vorgibt.
00:18:04: Nicht notwendig und die Begründung es sind Kinder in der Nutzungseinheit ist nur zu pochal.
00:18:10: da muss man dann schon ein bisschen differenzieren.
00:18:15: So eine mysterielle Klarstellung ist aber keine Rechtsnorm.
00:18:19: musst du die Behörde sich überhaupt daran halten oder hattest du bei dem Projekt einfach nur den längeren Atem?
00:18:26: Ja, formal richtig.
00:18:28: Es ist kein Gesetz und es ist auch nur eine Meinung klar.
00:18:33: Und es zeigt aber in der Hinsicht einfach die fachlich richtige Auslegungssinn des Gesetzgebers.
00:18:40: Das heißt wenn eine Behörden gegen eine klare Linie des Ministeriums fordert ohne eigene Begründung Da kann das nicht nur der Paragraf, der sagt aus eine Besonderbauten können höhere Forderungen gestellt werden oder Erleichterungen zugelassen werden.
00:19:00: Aber dann brauche ich halt ne Begründung.
00:19:02: Für mich wäre es ne BeGründung, ihr habt hier keine Ahnung auch Kinder drin von eins bis sechs und die Erzieher, die da drin sind müssen zwei drei vier Kinder auf den Arm nehmen.
00:19:12: Da geht es dann irgendwann aus.
00:19:14: Das ist mir schon klar.
00:19:15: aber wie gesagt sechs bis zwölf Die Pausengarm klingelt, dann sind die draußen und das gleiche würde auch mit einer Brandfrüherkennung funktionieren.
00:19:25: Auch vernetzte Rauchwaren mal in so ner Nutzuseinheit, den wir vorgesehen haben führen dazu dass die Kinder raus sind bevor sie tatsächlich gefährdet werden.
00:19:35: Wir wollen ja nicht nur Bashing machen oder Kritik eben.
00:19:39: Hast du vielleicht für uns auch mal ein ich nenne es jetzt mal positives Beispiel wo's funktioniert hat?
00:19:44: Und was war da anders?
00:19:46: Gott sei Dank, mehrere tatsächlich.
00:19:50: Mein Plan ist extrem viel im Moment.
00:19:52: Die Zeit ist ja gerade schwierig.
00:19:54: Es gibt sehr viele öffentliche Bauträger.
00:19:56: Das ist so privatwirtschaftlich eher ruhig, sage ich jetzt mal.
00:19:59: Das heißt es waren sehr viel für Kommunen und Kindergärten Schulen.
00:20:03: Ganz Tagesbetreuungskonzepte.
00:20:06: Und da funktioniert das tatsächlich ganz gut.
00:20:08: Also zwei Landkreise weiter.
00:20:10: nahezu identisches Vorhaben war die Nutzungseinheit sogar noch ein bisschen größer War nicht stark über vierhundert, aber ein bisschen größer war es danach.
00:20:20: Da war's einfach so in der Diskussion mit unserem Bau auf sich klar.
00:20:24: Der Einstieg war auch gleich.
00:20:26: Sind Kinder drin?
00:20:27: Müssen wir nicht?
00:20:28: vielleicht und man muss ja ehrlich sein auch wir selber als Planer gehen erst mal hin und sagen sind Kinder drin brauchen noch mehr müssen wir noch irgendwas ansetzen gehen die Gesetzgebung gehen den die Schutzziel orientierte Auslegungen Und wenn man dieses Gespräch dann sucht, auch mit der unteren Bauaufsicht, dann findet man eben eine Lösung und sagt okay.
00:20:50: Gesetzgeber würde jetzt erst mal keine Brandfrüherkennung fordern haben sie aber drin das unterstützt und somit kann man dann das quasi ruhig genehmigen.
00:21:03: Ich habe diese Auslegungen zwei Städte weiter, zwei Landkreise weiter problemlos.
00:21:09: einem vielleicht eher schwierig
00:21:13: Tobias, kommen wir auf die Zielgrade.
00:21:16: Gib mir meine Idee eine Einschätzung aus deinem Blick Winkel.
00:21:19: was müsste sich denn ändern damit gute Lösungen nicht vom Zufall abhängen werde gerade gegenüber am Schreibtisch sitzt?
00:21:27: Ja also aus meiner Sicht die Lösung orientiert halt grundsätzlich in den Vordergrundstellen und die Abstimmung oder Dialog suchen.
00:21:37: Klar, wir können jetzt nicht jedes einzelne Projekt, nicht ein seines einzelnen Konzept stundenlang durchdiskutieren.
00:21:44: das wird das Gegenteil bewirken was man eigentlich möchte.
00:21:48: aber da wo es halt im Gespräch braucht und das muss gar nicht eine Stunde gehen also da haben wir schon in fünf Minuten Telefonat viele Probleme vom Tisch bekommen.
00:21:59: Grundsätzlich liegen die Lösungen ja tatsächlich seit Jahrzehnteinundzwanzig zumindest bei uns in Baden-Württemberg auf dem Tisch.
00:22:05: Jeder kann es lesen, jeder kann die Sichtweise daraus ableiten.
00:22:11: und was bei uns eben fehlt, gerade sparen Württembergs sind klare Sonderbau Regelung, bei uns geht's nicht viel weniger eingeführt um eine Lücke in der Bewertung zu schließen.
00:22:22: Es wird sehr viel mit Mustern und mit Hinweisblättern gearbeitet.
00:22:28: Und was uns aus meiner Sicht, ich war lange Zeit der Meinung.
00:22:33: Ich finde es ganz gut in Baden-Württemberg, dass wir da keine Prüfingenieure oder Prüfsachverständigen haben wie andere Bundesländer.
00:22:40: Mittlerweile habe ich aber die Meinung geändert.
00:22:43: Ich unterstütze mittlerweile das einführen und würde mich freuen wenn wir bei Baden Württmberg irgendwann Prüfingenieuren, Prübsachverständige haben um einfach unsere Konzeptionen auf Augenhöhe, aus fachlicher Sicht zu diskutieren und dass es eben nicht mehr vom Zufall abhängt.
00:23:05: Wer am Schreiblich sitzt trotzdem noch mal vor mir wichtig ich möchte Lösungsorientiertes planen, Lösungs orientierte Konzepte Und das gibt's eben mindestens vereinzelt nur im Dialog.
00:23:23: Das war unser heutiges Thema Brandschuss in Bestand.
00:23:27: Wir redeten über Spannungsfeld zwischen Planung und Genehmigung wie Tobias Huga.
00:23:31: Danke für deine Zeit und Expertise,
00:23:34: Tobias!
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